Bahn-Aufsichtsrat: Frenzel übernimmt den Vorsitz - DER SPIEGEL
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Bahn-Aufsichtsrat Frenzel übernimmt den Vorsitz

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hat Michael Frenzel zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Zudem diskutierten sie über die mittelfristige Finanzierungsplanung und die Zukunft des Netzbetriebs.
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Berlin - Der 54-jährige Chef des Preussag-Konzerns tritt damit die Nachfolge von Dieter Vogel an. Dieser war in der vergangenen Woche wegen Differenzen mit Bahnchef Hartmut Mehdorn zurückgetreten. In der Sitzung wurde auch den Vertrag des Finanzvorstands Diethelm Sack um weitere fünf Jahre verlängert. Der 52-Jährige ist seit 1991 als Finanzvorstand bei der Bahn tätig.

Auf der Tagesordnung stand zudem die trilaterale Vereinbarung zwischen Verkehrs- und Finanzministerium und der Bahn. Diese sichert die Vergabe von insgesamt 26,4 Milliarden Mark bis zum Jahr 2003 für die Infrastruktur. Darin sind rund sechs Milliarden Mark aus den UMTS-Erlösen enthalten.

Daher werde die Bahn nach dem Vorjahresgewinn von 390 Millionen Mark (1999: 168 Millionen Mark) wieder in die roten Zahlen geraten. Sie sollen sich von 2001 bis 2003 auf 740, 1100 und 450 Millionen Mark belaufen. Ab dem Jahre 2004 rechnet die Bahn wieder mit einem Plus von 725 Millionen und von 2005 an sogar mit 1,9 Milliarden Mark. In diesen Prognosen sind eventuelle Änderungen in der Struktur der Netz AG noch nicht berücksichtigt.

Auch über die von Verkehrsminister Kurt Bodewig (SDP) angekündigte Trennung von Schienennetz und Bahnbetrieb diskutierten die 19 Mitglieder des Aufsichtsrats. Ein Vorhaben, das Bodewig inzwischen wieder revidiert hat. Das Schienennetz könnte doch bei der Bahn bleiben, heißt es.