Bahn-Börsengang: Mehdorn bastelt am Vorstand - DER SPIEGEL
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Bahn-Börsengang Mehdorn bastelt am Vorstand

Bahnchef Hartmut Mehdorn will den geplanten Börsengang mit einer neu formierten Chefetage forcieren. Verkehrspolitiker bezweifeln allerdings, dass die Neuausrichtung des Schienenkonzerns mit dem Gesetz vereinbar ist.
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Hamburg/Berlin - Der amtierende Personalchef Norbert Bensel soll auf der kommenden Aufsichtsratssitzung am Mittwoch zum neuen Vorstand Transport und Logistik berufen werden, erfuhr der SPIEGEL. Sein Amt wird von Margret Suckale übernommen, derzeit noch Leiterin des Bereichs Zentrale Stäbe.

Die Führung des neu geschaffenen Ressorts Infrastruktur und Dienstleistungen, in dem die Geschäftsfelder Fahrweg, Bahnhöfe, Energie sowie die DB Projektbau zusammengefasst werden, wird der bisherige Generalbevollmächtigte für Technik und Beschaffung, Stefan Garber, übernehmen. Netzchef Roland Heinisch wird neuer Konzernvorstand Systemverbund, einem Querschnittsressort, in dem Einkauf, Technik, Wartung und die internationalen Aktivitäten der Bahn aufgehen.

Neben den Personalentscheidungen soll der Aufsichtsrat auch eine neue Konzernstruktur absegnen. Mit der Umwandlung der fünf bislang weitgehend eigenständigen Tochtergesellschaften in drei zentral gesteuerte Konzernbereiche will Mehdorn mit Blick auf den geplanten Börsengang "Entscheidungswege verkürzen".

Während die Regierungsvertreter im Aufsichtsrat den Plänen voraussichtlich zustimmen werden, stellen sich Verkehrspolitiker und die Fachabteilungen der Ministerien die Frage, ob die vorgesehenen Veränderungen nicht im Widerspruch zu der 1994 eingeleiteten Bahnreform stehen.

So werden in einem internen Papier des zuständigen Referats im Verkehrsministerium Zweifel an der Vereinbarkeit mit dem "Deutsche Bahn Gründungsgesetz" und den EU-Richtlinien zur Unabhängigkeit des öffentlichen Betreibers der Schienenwege geäußert.