Bahn-Liveticker Aktuelle Streikmeldungen im Überblick
+++ Tiefensee: Tarifpartner müssen verhandeln +++
[22.00] Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) richtet am Abend im ZDF-"heute journal" einen "eindringlichen Appell" an die Tarifparteien, am Wochenende wieder zu verhandeln. Tiefensee betonte, die Bundesregierung halte sich direkt aus dem Tarifkonflikt heraus, versuche aber im Hintergrund "mit allen Hebeln", die Tarifpartner an einen Tisch zu holen. Dabei sei das von allen Seiten unterzeichnete Verhandlungsergebnis mit den Moderatoren Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler (beide CDU) ein "ganz tragfähiges Fundament" und ein Ausgangspunkt für die Gespräche.
+++ Schell: Kein Ausstand an Heiligabend +++
[22.00] In einem Fernsehinterview mit N24 droht GDL-Chef Schell erneut mit einem unbefristeten Streik im gesamten Personen- und Güterverkehr. "Wenn nichts passiert, was bleibt uns anderes", sagte Schell. Allerdings werde die GDL an Heiligabend nicht streiken. Unterdessen signalisierte er, die GDL sei unter Umständen bereit, auf einen eigenen Tarifvertrag zu verzichten. Auf die Frage, ob er ein Angebot von 31 Prozent mehr Lohn ohne eigenen Vertrag akzeptieren würde, sagte Schell: "Dieses Angebot würde ich annehmen." Dies sei allerdings hypothetisch, da Bahnchef Hartmut Mehdorn kein solches Angebot machen werde.
+++ Bahn: Dramatische Einschnitte im Güterverkehr +++
[20.08 Uhr] Die Lage im Güterverkehr hat sich nach Angaben der Bahn heute zugespitzt. "Die Versorgungslage vor allem in den neuen Bundesländern entwickelt sich dramatisch", sagte Transport-Vorstand Norbert Bensel. Aber auch im Westen würden Autohersteller zunehmend Alarm schlagen. Der Generalstreik in Frankreich tue sein übriges, da auch der Verkehr zwischen Großbritannien und Spanien damit ruhe.
+++ Grünbein dichtet zum Bahnstreik +++
[19.48 Uhr] Der deutsche Lyriker Durs Grünbein hat sich vom Bahnstreik inspirieren lassen. "Trostlied für Bahnreisende" heißt ein Gedicht, das er über das Thema geschrieben habe und das morgen in der "Frankfurter Rundschau" erscheint. Das von Grünbein gewählte Motto zum Gedicht lautet: "Wer früher bucht, kommt später an."
+++ Notdienste als Reaktion auf Streik zulässig +++
[19.10 Uhr] Die Bahn darf nach eigenen Angaben auch weiterhin mit Anordnung von Notdiensten auf Streiks reagieren. Das Hessische Landesarbeitsgericht in Frankfurt habe heute Berufungsanträge der Lokführergewerkschaft GDL abgewiesen, sagte ein Bahnsprecher am Abend in Berlin. Damit könnten Lokführer zu Notdiensten verpflichtet und Beamte für Notfahrpläne eingesetzt werden. Das Gericht war für eine Bestätigung am Abend nicht mehr zu erreichen.
+++ Tiefensee lehnt Einmischung in Tarifstreit ab +++
[19.09 Uhr] Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will sich in den Tarifstreit zwischen Bahn und GDL nicht einmischen. Dies sei nicht Sache der Bundesregierung. Die alleinige Verantwortung liege bei den Konfliktparteien, sagte er dem "Bonner General-Anzeiger". Von den Tarifparteien forderte der Politiker aber "Kompromisswillen" und warnte vor den Folgen eines unbefristeten Streiks, über den die GDL am Montag entscheiden will, sollte die Bahn bis dahin kein Tarifangebot vorgelegt haben.
+++ "Westdeutsches Bahn-Personal in den Osten +++
[17 Uhr] Angesichts der massiven Zugausfälle im Osten durch den Bahnstreik hat Sachsens Finanzminister Stanislaw Tillich (CDU) den Einsatz westdeutschen Personals angeregt. Ostdeutschland sei deutlich stärker von dem Streik betroffen, sagte Tillich. "Deshalb appelliere ich an die Bahn, die für Ostdeutschland besonders nachteiligen Streikfolgen auszugleichen." Gerade die Wirtschaftszentren in den neuen Ländern sollten in ihrer "derzeit positiven Entwicklung" nicht ausgebremst werden.
+++ Bahn verklagt GDL auf Schadenersatz +++
[16.15 Uhr] Die Deutsche Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL auf Schadenersatz in Höhe von fünf Millionen Euro verklagt. Die Klage sei beim Arbeitsgericht Frankfurt am Main eingereicht worden, sagte ein Bahnsprecher und bestätigte damit Informationen der "Bild"-Zeitung. Die Klage bezieht sich demnach auf Warnstreiks der GDL am 10. Juli. Nach Ansicht der Bahn waren die damaligen bundesweiten Streiks im Regionalverkehr rechtswidrig, da zu der Zeit Tarifverträge teilweise noch nicht gekündigt waren.
+++ Sixt hat keine Mietwagen an Bahnhöfen mehr +++
[15.45 Uhr] Autovermieter wie Avis, Europcar oder Sixt profitieren von dem Bahnstreik. Sixt-Chef Erich Sixt teilte mit, an den Bahnhöfen seien die Mietwagen komplett ausgebucht. Es seien schon zusätzliche Autos bereit gestellt worden, die Nachfrage könne aber trotzdem nicht voll bedient werden. "Je länger der Streik dauern wird, desto mehr Ertrag werden wir machen." Auch andere Autovermieter teilten mit, sie hätten an manchen Bahnhöfen nicht genügend Autos. Keiner der Vermieter wollte das zusätzliche Geschäft genauer beziffern.
+++ Eisenbahner in Frankreich verlängern Streik +++
[15 Uhr] Trotz wachsenden Unmuts in der Bevölkerung verlängern die französischen Eisenbahner ihren Streik. Die Mitglieder hätten entschieden, den landesweiten Arbeitskampf auch morgen fortzusetzen, teilte die größte Gewerkschaft CGT mit. Auch kleinere Eisenbahnergewerkschaften und die Pariser Nahverkehrsbetriebe bleiben länger im Ausstand. Die französischen Eisenbahner kämpfen gegen Pläne von Präsident Nicolas Sarkozy, das Pensionsalter in Staatsunternehmen heraufzusetzen.
+++ Reisende steigen aufs Flugzeug um +++
[13.15 Uhr] Mehrere Fluggesellschaften haben für innerdeutsche Flüge ein kräftiges Buchungsplus verzeichnet. So meldete Germanwings, die Zahl der Buchungen von und nach Leipzig und Dresden sei wegen des Bahnstreiks um 15 Prozent gestiegen. Air Berlin teilte mit, dass auf der Strecke zwischen Hamburg und Düsseldorf bis zu 30 Prozent mehr Buchungen eingegangen seien. Ein Lufthansa-Sprecher sagte, die Fluggesellschaft werde auf einigen innerdeutschen Strecken größere Flugzeuge einsetzen. Manche Flüge heute und morgen seien schon ausgebucht.
+++ Zahl der Streikenden in Frankreich gesunken +++
[12.58 Uhr] Die Zahl der streikenden Eisenbahner in Frankreich ist deutlich gesunken. Heute hätten sich noch 46 Prozent der SNCF-Beschäftigten an den Protesten gegen die Abschaffung der Frührente bei Staatsbetrieben beteiligt, teilte die Gewerkschaft CGT mit. Gestern waren es nach Angaben der Arbeitnehmervertretung noch 64 Prozent gewesen.
+++ Koalitionspolitiker warnen Lokführer +++
[12.24 Uhr] Die wirtschaftspolitischen Sprecher von SPD- und Unionsfraktion, Rainer Wend und Laurenz Meyer, warnen die Lokführer vor einem Kampf für Gruppeninteressen. Wend rief im Bundestag die Streikenden dazu auf, nicht länger für Sonderrechte auf Kosten aller Beschäftigten zu kämpfen. Was heute die Lokführer machten, könnten morgen die Streckenwärter oder die Beschäftigten in den Bahnhöfen für sich beanspruchen. Meyer warnte GDL und Bahn davor, für "Grüppcheninteressen" auf dem Rücken aller zu kämpfen. Meyer schlug vor, auch andere Gewerkschaften in die Suche nach einer Lösung einzubeziehen.
+++ Audi sagt auch Spätschicht in Brüssel ab +++
[12.08 Uhr] Wegen des Bahnstreiks hat der Autobauer Audi in seinem Brüsseler Werk auch die Spätschicht abgesagt. "Die Versorgungslage ist nach wie vor angespannt", sagte ein Unternehmenssprecher. Wegen fehlender Karosserieteile hatte Audi schon die Frühschicht in dem belgischen Werk ausfallen lassen. Pro Turnus produzieren rund 800 Mitarbeiter 70 Audi A3 und gut 150 VW Polo. Sollte sich die Nachschub-Situation entspannen, könnten die Mitarbeiter ins Werk zurückgerufen werden, hieß es. Ob die Arbeit am Freitag normal weitergehe, sei noch offen.
+++ GDL: 3070 Lokführer streiken +++
[12.12 Uhr] An dem bundesweiten Streik der Lokführer im Güter- und Personenverkehr haben sich heute Vormittag nach Angaben der Lokführergewerkschaft GDL bundesweit 3070 Lokführer beteiligt. Das sagte GDL-Vize Claus Weselsky vor dem Frankfurter Hauptbahnhof. Die Notfahrpläne der Bahn hätten nicht immer eingehalten werden können. Sie seien ein "Offenbarungseid".
+++ GDL kritisiert Anzeigenkampagne der Bahn +++
[11.40 Uhr] Die Bahn hat heute in Tageszeitungen ganzseitige Anzeigen geschaltet: "Stoppen Sie den Wahnsinn, Herr Schell", steht da. Und weiter: Wir sind bereit, über vieles zu reden, während Sie [gemeint ist GDL-Chef Manfred Schell, Anm. d. Red.] sich seit Monaten jeglicher Verhandlung verweigern." Die GDL kritisierte die Anzeige der Bahn. "Da die Medien nicht so berichten, wie es dem Bahnvorstand gefällt, versucht er, seine Botschaft wieder mit einer sündhaft teuren Anzeige zu transportieren", sagte Schell. Die Bahn hätte der GDL besser ein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet, anstatt "Millionen für Anzeigen und Streiks auszugeben".
+++ Bahnaufsichtsrat tagt unter Pfeifkonzert +++
[11.31 Uhr] Der Bahn-Aufsichtsrat hat sich in einer Sondersitzung über die neuen Modelle der Bahnprivatisierung informiert. Das Gremium tagte in Berlin, begleitet von einem Pfeifkonzert von etwa 50 Aktivisten der Gewerkschaft Deutscher Lokführer, die vor dem "bestreikten Betrieb" Hauptbahnhof zum Bahn-Tower am Potsdamer Platz gezogen waren. Die Sitzung hatten die Vorsitzenden der Gewerkschaften Transnet, Norbert Hansen, und der GDBA, Klaus-Dieter Hommel, beantragt, weil sie sich von den Vertretern der Bundesregierung über das seit kurzem in der Diskussion befindliche Subholding-Modell zur Bahn-Privatisierung aufklären lassen wollten. Beide sind Mitglieder des Aufsichtsrats.
+++ GDL-Vize Weselsky: Einigung binnen zwei Wochen +++
[11.11 Uhr] Der Vizechef der Lokführergewerkschaft GDL rechnet im Bahn-Tarifstreik mit einer Einigung innerhalb der kommenden zwei Wochen. "Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten 14 Tagen zu einer Lösung kommen", sagte Claus Weselsky der "Rheinischen Post". "Ich bin nicht sicher, ob Herr Hartmut Mehdorn dann noch im Amt ist. Denn nicht nur mit uns, auch mit der Privatisierung läuft es bekanntlich nicht so, wie von ihm gewünscht", sagte Weselsky. Die Streikkasse sei gut gefüllt, betonte er. "Es gibt da keine Einschränkungen."
+++ Minister Tiefensee: Wollen neue Verhandlungen +++
[10.48 Uhr] Die Bundesregierung hat sich nach Angaben von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee in den eskalierten Tarifkonflikt bei der Bahn eingeschaltet. "Wir bemühen uns im Hintergrund darum, dass Verhandlungen zustande kommen", sagte der SPD-Politiker am Rande einer Bundestagssitzung in Berlin. Das Ergebnis der Mediatoren Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler vom August sei eine gute Verhandlungsgrundlage. "Jetzt muss man wieder ran an den Tisch und auf der Basis dieses von allen unterschriebenen Papiers verhandeln. Darum kämpfen wir."
+++ Rürup: Streik ist keine Gefahr für Aufschwung +++
[10.46 Uhr]Der Vorsitzende der fünf Wirtschaftsweisen hat vor einer Dramatisierung der Folgen des Bahnstreiks gewarnt. "Natürlich hat das einen gewissen negativen Effekt (auf die Konjunktur)", sagte Bert Rürup in Berlin. Eine Gefährdung für den Aufschwung bedeute der Arbeitskampf aus aktueller Sicht allerdings nicht. Volkswirte hatten die Schäden auf mehrere Dutzend Millionen Euro täglich beziffert. Sollte es zu Produktionsausfällen kommen, drohten Milliardenschäden, hatten sie erklärt.
+++ Bremer Bahnhofshändler melden Einbußen +++
[10.33 Uhr] Die Einzelhändler im Bremer Hauptbahnhof haben aufgrund der Streiks nach eigenen Angaben mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. Der Tagesumsatz verringere sich um fünf bis zehn Prozent, sagte Hartmut Schmidt, Filialleiter eines Backshops. "Unter dem Streik leidet nicht die Deutsche Bahn, sondern die Kunden und wir als Händler." Auch im kleinen Bahnhofs- Supermarkt wird weniger verdient. "Wir merken die Streiks", sagte eine Mitarbeiterin.
+++ Lübecker Hafen mit "deutlichen Problemen" +++
[10.04 Uhr] Die Arbeitsniederlegungen der Lokführer sorgen im Lübecker Hafen für Beeinträchtigungen beim Abtransport der Güter. "Es gibt deutliche Probleme", sagte Hafensprecher Rolf Klein am Donnerstagvormittag. Statt sechs Zügen sei bisher nur einer angekommen. Besonders der Weitertransport der aus Schweden und Finnland ankommenden Papierlieferungen gerate ins Stocken. Wegen fehlender Züge konnten statt 100 Bahnwaggons am Donnerstag nur 26 Waggons beladen werden, um die Papiermengen abzutransportieren.
+++ Wenig Beeinträchtigungen im hohen Norden +++
[9.13 Uhr] Der Streik hat zu keinen größeren Beeinträchtigungen im schleswig- holsteinischen Personenverkehr geführt. "Der Notfahrplan greift", sagte ein Bahn-Mitarbeiter am Kieler Hauptbahnhof. Durch den reduzierten Fahrplan fielen aber zwischen 7.00 und 9.00 Uhr unter anderem die Regionalbahnen nach Preetz und Eckernförde aus. Auch der ICE nach München um 8.10 Uhr wurde gestrichen. Die Regionalzüge zwischen Kiel und Hamburg, Hamburg und Padborg sowie zwischen Kiel und Lübeck fuhren hingegen nach Angaben der Bahn weitgehend regulär. Viele Reisende hatten sich vorab informiert und waren auf andere Verkehrsmittel umgestiegen. "Traurigerweise haben die Reisenden Routine entwickelt", sagte eine Mitarbeiterin der Bahn.
+++ Porsche nicht von Bahnstreik betroffen +++
[8.53 Uhr] Der Sportwagenhersteller Porsche ist nicht vom Bahnstreik getroffen worden. Die Produktion laufe in allen Werken normal, sagte ein Sprecher in Stuttgart. In dem vom Bahnverkehr abhängigen Werk Leipzig sei der Zug mit vormontierten Karossen aus der Slowakei planmäßig eingetroffen. Das Porsche-Werk in Ostdeutschland wird einmal täglich von VW mit vormontierten Karossen aus Bratislava versorgt. Diese Transporte können nach Unternehmensangaben nicht auf die Straße verlagert werden.
+++ Erhebliche Störungen im Hamburger Hafen +++
[8.44 Uhr] Im Hamburger Hafen kommt es durch den Streik im Güterverkehr der Bahn mittlerweile zu massiven Behinderungen. "Die Lage hat sich zugespitzt", sagte Christiane Kuhrt, die Sprecherin der Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA). Etwa die Hälfte aller Züge sei ausgefallen, der Abtransport von Gütern aus dem Hafen erheblich beeinträchtigt. Im Hafen verkehren täglich rund 200 Güterzüge. Etwa ein Viertel davon gehört privaten Konkurrenten der Bahn-Frachttochter Railion. Sie sind nicht von dem Streik betroffen. Ihr Angebot reiche aber nicht aus, sagte Kuhrt: "Langsam wird es eng."
+++ GDL berät Montag über unbefristete Streiks +++
[8.29 Uhr] Die Lokführergewerkschaft will erst in der kommenden Woche über einen unbefristeten Streik bei der Bahn entscheiden. GDL-Chef Manfred Schell sagte im ARD-"Morgenmagazin", dem Bahn-Vorstand werde nach Ablauf des bislang größten Streiks in der Geschichte des Unternehmens bis Montag Zeit gegeben, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Schell warf dem Bahn-Vorstand mangelnde Kompromissbereitschaft vor. Die Bahn weigere sich, ernsthafte Verhandlungen zu führen.
+++ Bahn-Vorstand: Wir kapitulieren nicht +++
[7.59 Uhr] "In den neuen Bundesländern fahren nur etwa 15 Prozent der Regionalbahnen", sagte Bahn-Vorstandsmitglied Karl- Friedrich Rausch am Morgen in Berlin. Der Notersatzfahrplan sei stabil. Bundesweit führen im Fernverkehr im Wesentlichen alle ICEs. Rausch nannte den Streik "unsinnig", die Bahn "kann dem Druck jedoch lange Stand halten". Wenn die Lokführergewerkschaft GDL glaube, sie könne "uns zur bedingungslosen Kapitulation zwingen - das wird nicht gelingen". Rausch forderte die Gewerkschaft nochmals auf, an den Verhandlungstisch zurück zu kehren.
+++ Bayern: S-Bahn in München fährt im Stundentakt +++
[6.34 Uhr] Der Euro-City von München nach Klagenfurt in Österreich fällt auf deutscher Seite aus. In München ist vor allem im S-Bahn-Verkehr mit Ausfällen zu rechnen. Die S-Bahnen in fahren im Stundentakt. Nur die S8 von Pasing zum Flughafen fährt alle 20 Minuten. In Nürnberg soll der Betrieb mit zwei Zügen pro Linie und Stunde aufrechterhalten werden, sagte eine Bahnsprecherin.
+++ GDL: Bahnstreik notfalls bis Weihnachten +++
[6.28 Uhr] Notfalls wird die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) bis Weihnachten streiken, sagte Hans-Joachim Kernchen, Bezirksvorsitzender Gewerkschaft am Donnerstag im Inforadio des RBB. Wenn sich nach dem jetzt für 62 Stunden anberaumten Streik der Bahnvorstand nicht bewege, werde es als "letztes Mittel" einen unbefristeten Streik geben. "Wir können noch lange aushalten."
+++ Rhein-Main-Gebiet: S-Bahnen verkehren lückenhaft +++
[6.24 Uhr ] Bahn-Sprecher Torsten Sälinger teilte am Morgen mit, Das Angebot auf den S-Bahn-Linien im Rhein-Main-Gebiet sei sehr ausgedünnt, teilte ein Bahn-Sprecher mit: Die Linien S2 und S4 fahren verkürzt, die S9 entfällt ganz.
+++ "Intercity-Züge fahren so gut wie nicht" +++
[6.06 Uhr ]In ganz Baden- Württemberg kommt es zu erheblichen Behinderungen und Verzögerungen, teilte ein Bahn-Sprecher mit. "Im Fernverkehr werden alle ICE fahren, Intercity-Züge fahren jedoch so gut wie nicht." Im Regionalverkehr werden stark nachgefragte Strecken im Stunden- oder Zwei-Stunden-Takt bedient, auf weniger nachgefragten Strecken kommen Ersatzbusse zum Einsatz. Die Stuttgarter S-Bahn fährt alle 30 Minuten auf drei von sonst sechs Linien, bei der S-Bahn Rhein-Neckar fahren die Linien 1 und 2 nur auf Teilabschnitten.
+++ Sachsen-Anhalts Verkehrsminister warnt +++
[5.45 Uhr] Ein unbefristeter Streik bei der Bahn könnte nach Ansicht von Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) die Wirtschaft in Deutschland erheblich treffen. "Wenn das wochenlang so weitergehen würde, wäre der Aufschwung in Deutschland gefährdet", sagte Daehre in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Bahn und Lokführergewerkschaft GDL müssten ihre harte Haltung aufgeben und aufeinander zugehen. "Wenn die ersten Betriebe in Kurzarbeit gehen müssen, wird der Druck noch größer", sagte Daehre, der Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz ist.
+++ "Es bewegt sich nur sehr wenig" +++
[5.44 Uhr]Pendler und Reisende in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen wegen des massivsten Streiks in der Geschichte der Deutschen Bahn mit Behinderungen rechnen. "Es bewegt sich nur sehr wenig. Im Nahverkehr sollen den ganzen Tag bis zu 90 Prozent der Züge ausfallen", sagte Peter Korleck, stellvertretender Vorsitzender der Lokführer- Gewerkschaft GDL Mitteldeutschland.
+++ MV: Bahn erwartet schwere Ausfälle +++
[5.32 Uhr] In Mecklenburg-Vorpommern wird den ganzen Tag mit erheblichen Zugausfällen und Störungen gerechnet. Auf einigen Regionalexpresslinien gebe es einen Ersatzverkehr mit Bussen, sagte ein Bahn-Sprecher. Die Usedomer Bäderbahn (UBB) verkehre planmäßig zwischen Barth, Velgast und Stralsund.
+++ Brandenburger Regio-Verkehr besonders betroffen +++
[5.19 Uhr] Der Streik hat am Morgen zu erheblichen Einschränkungen für Reisende und Pendler in Berlin und Brandenburg geführt. Besonders betroffen war dabei der Regionalbahnverkehr in Brandenburg, sagte ein Bahnsprecher. Teilweise gibt es dort Schienenersatzverkehr mit Bussen. In Berlin wird die S- Bahn bestreikt. Dort sind drei Viertel aller Lokführer im Ausstand.
+++ Hamburg: Einige S-Bahn-Linien fallen ganz aus +++
[3.55 Uhr] Ersatzfahrpläne im Norden: In Schleswig-Holstein sollen laut Bahn grundsätzlich alle Regionalexpress-Züge planmäßig fahren. Zusätzlich werde auf einigen Strecken auch ein ganztägiger Busersatzverkehr eingesetzt. Die Hamburger Hochbahn verstärkt erneut ihre Busse und U-Bahnen. Bei den S-Bahnen fallen die Linien S11 und S2 aus, einige fahren nur im 20-Minuten-Takt.
+++ Bahn schaltet Anzeigen gegen die GDL +++
[2.25 Uhr] Die Bahn lehnt die GDL-Forderungen in ganzseitigen Anzeigen ab und forderte die Lokführergewerkschaft zum Ende ihrer Streiks auf. "Stoppen Sie diesen Wahnsinn, Herr Schell!", prangt in roten Lettern im Wirtschaftsteil der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Donnerstag. Gewerkschaftschef Manfred Schell verweigere sich "seit Monaten jeglicher Verhandlung", kritisiert der Konzern. "Hören Sie endlich auf, ein ganzes Land zu bestreiken."
+++ Lokführer-Streik im Personenverkehr beginnt +++
[2.00 Uhr] - Die Lokführer der GDL haben mit ihrem bundesweiten Streik im Personenverkehr begonnen. "Wir fahren keine Züge mehr aus den Depots", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft in Frankfurt. Der Streik im Fern- und Nahverkehr soll 48 Stunden bis Samstagfrüh (2.00 Uhr) dauern. Seit Mittwochmittag wird bereits der Güterverkehr bestreikt.