Bahn-Logistik: Standort Berlin hat kaum Chancen - DER SPIEGEL
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Bahn-Logistik Standort Berlin hat kaum Chancen

Bahn-Chef Hartmut Mehdorn will nach Auskunft seines Cheflobbyisten Otto Wiesheu sein Verhältnis zum Berliner Senat in Ordnung bringen. Auf Geschenke um des lieben Friedens Willen will er aber verzichten - etwa wenn es um die Frage des Standorts der Logistik-Zentrale geht.
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Berlin - Die schlechte Anbindung an die Wasserstraßen soll der Grund sein: Als Standort für die Logistiksparte der Bahn sei Berlin aus dem Rennen, berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Das Unternehmen wolle die Sparte in Hamburg, Duisburg oder Bremen bündeln. Bei seiner Sitzung in der vergangenen Woche habe das Gremium den Vorstand beauftragt, vor allem diese Standorte zu prüfen. Die Entscheidung solle vor dem Sommer fallen und sei noch völlig offen. Der Standort London werde aber "nicht ernsthaft thematisiert".

Offiziell hält sich der Konzern in der Frage noch zurück. Otto Wiesheu, der neue Vorstand für Wirtschaft und Politik, sagte dem "Tagesspiegel", das Thema werde "sachorientiert" geprüft, eine Vorentscheidung sei noch nicht gefallen. In Berlin hat Gütervorstand Norbert Bensel mit rund 100 Beschäftigten seinen Sitz, in Essen die Spedition Schenker und in Mainz die Güterbahn Railion. Für die Logistiksparte arbeiten weltweit rund 77.000 Menschen. Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte in den vergangenen Monaten mit Andeutungen über einen möglichen Umzug der Konzernzentrale nach Hamburg in Berlin für Empörung gesorgt. Der Unternehmenssitz blieb schließlich doch in der Hauptstadt.

mik/afp