Bahn SPD-Chef Beck schustert eigenes Börsengangmodell zusammen
Düsseldorf - Der Nahverkehr soll draußen bleiben - ansonsten folgt Kurt Beck den Vorschlägen von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD): Wie die "Rheinische Post" berichtet, soll auch nach Ansicht des SPD-Chefs die Bahn in eine Staatsholding mit zwei Tochterfirmen aufgespalten werden.
Die Infrastruktur-Einheit mit Netz und Bahnhöfen solle zu 100 Prozent beim Bund verbleiben, die Transport- und Logistiksparte solle zu 49 Prozent an die Börse gebracht werden - allerdings ohne den Nahverkehr, wie das Blatt unter Berufung auf Teilnehmerkreise der SPD-Arbeitsgruppe "Bahnreform" berichtet.
Beim Nahverkehr sei "Psychologie im Spiel, hier kann es keine einfache sachliche Entscheidung" geben, soll Beck in der Runde gesagt haben. Fernverkehr und die Logistik sollten ohne Bindung an die von den SPD-Linken geforderte "Volksaktie" an die Börse gebracht werden.
Beck schlug der Zeitung zufolge zudem vor, die Struktur der Bahn-Anteilseigner zu splitten. Ein Drittel der Anteile könne an strategische Investoren, etwa ausländische Bahnunternehmen, verkauft werden. Ein weiteres Drittel solle in Form von vinkulierten Namensaktien ausgegeben werden. Das letzte Drittel wiederum solle ohne Beschränkungen in Streubesitz gehen.
ase/AFP