Bahn-Streit Beck gegen eigenen Tarifvertrag für Lokführer
Berlin - "Der Flächentarifvertrag wird von zwei Seiten bedroht: von den Arbeitgebern, die ihn gerne zerstören wollen, weil sie meinen, einen individuellen Vorteil davon zu haben für ihr Unternehmen", sagte der SPD-Chef Kurt Beck der ARD. "Und auf der anderen Seite jetzt von einer Zersplitterung. Das ist ein verheerender Weg, der die Solidarität aushöhlt in den Betrieben, und am Ende die Handlungsfähigkeit." Im Konflikt zwischen der Lokführer-Gewerkschaft GDL und der Bahn vermitteln derzeit die früheren CDU-Spitzenpolitiker Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf.
Zustimmend äußerte sich Beck zu den Plänen von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), die Bahn teilweise zu privatisieren: "Wir sind uns hinsichtlich dieser Entwicklung einig. Es wird sicher über eine Reihe von Details noch zu reden sein. Aber dieser Weg ist richtig, weil in dem Gesetz ausreichend abgesichert ist, dass die Infrastrukturverantwortung der Bahn nicht aufgegeben werden darf und der Bund als 51-Prozent-Teilhaber weiterhin das Sagen haben wird."
sam/dpa