Bahngewerkschaft: Kein weiterer Personalabbau! - DER SPIEGEL
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Bahngewerkschaft Kein weiterer Personalabbau!

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Mörfelden-Walldorf - Der Chef der Bahngewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, hat sich gegen einen weiteren Personalabbau bei der Deutschen Bahn ausgesprochen. Er sei nicht mehr bereit, über Arbeitsplatzabbau zu reden, solange nicht feststehe, welche Finanzmittel zur Verfügung stünden, sagte der Vorsitzende der größten Bahngewerkschaft. Die Beschäftigten seien bislang die einzigen gewesen, die ihren Beitrag zur Bahnreform geleistet hätten.

Die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft McKinsey benannten zusätzlichen Risiken in Höhe von rund zehn Milliarden Mark beträfen vor allem die Investitionen, mit deren Hilfe weitere rund 50. 000 Bahnarbeitsplätze eingespart werden sollten. Es sei unmöglich, die Personalplanzahlen festzusetzen, ohne vorher zu wissen, ob das Geld überhaupt zur Verfügung steht, sagte Hansen. Dies sei "absolut unseriös". Eine planlose Rationalisierung "mit dem Brecheisen" werde zu weiteren Problemen mit der Zuverlässigkeit und Sicherheit sowie zu weiterer Distanz zu den Kunden führen.

Bahnchef Hartmut Mehdorn hielt Hansen vor, sich nicht schnell genug über die wirtschaftlichen Verhältnisse bei der Bahn informiert zu haben. "Er hat zu blauäugig auf die Schönredner gehört". Die Gewerkschaft habe bereits bei Mehdorns Amtsantritt vor den jetzt offen gelegten Risiken gewarnt. Mehdorn wurde am Abend bei dem Gewerkschaftskongress in Mörfelden erwartet.