Bakterien-Schreck - DER SPIEGEL
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Bakterien-Schreck

• aus DER SPIEGEL 43/1971
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Der Siegeszug der französischen Mineralwasserfirma Vittel in der Bundesrepublik könnte ins Stocken geraten. Ende letzter Wache teilte der Regierungspräsident van Düsseldorf in einem »Schnellbrief« an die Gesundheitsämter seines Bezirks mit, das kohlensäurelose Vittel entspreche nach einer stichprobenartigen Laboruntersuchung »nicht den Anforderungen« des Lebensmittelgesetzes und sei »mithin für den menschlichen Genuß ungeeignet«. Nach dieser Stichprobe enthielt das Mineralwasser eine hohe Anzahl von Bakterien (zwischen 5000 und 20 000 Keime in einem Milliliter). Entsprechende Untersuchungen laufen beim Bundesgesundheitsministerium. Vittel wird seit 1969 über Kaufhäuser und den Lebensmittelhandel in 1,5-Liter-Plastik-Flaschen mit großem Erfolg vertrieben. An der französischen Hersteller-Firma ist auch der Schweizer Nestlé-Konzern beteiligt. Vittel-Werbeslogan: »Wo finden Sie denn heute noch reines, wirklich reines Wasser, wo?«

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