Bank-Aktien: Job-Abbau treibt Kurse - DER SPIEGEL
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Bank-Aktien Job-Abbau treibt Kurse

Die großen amerikanischen Investmentbanken hatten selbst unter dem Börsencrash zu leiden. Nach einer Rosskur steigen die Kurse wieder.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In den vergangenen Monaten verloren 10.000 Investmentbanker an der Wall Street ihren Job. Goldman Sachs will sich von 12 Prozent der Übernahmespezialisten trennen. Morgan Stanley meldete im April die Entlassung von weltweit 1500 Mitarbeitern, Merrill Lynch baute 1700 Stellen ab.

Mit den Kostensenkungen reagierten die amerikanischen Investmentbanken auf die schlechte Auftragslage, denn im ersten Quartal sank die Zahl der Deals und profitablen Börsengänge, verglichen mit dem Vorjahr, auf rund ein Drittel ab.

Börsianer glauben aber, dass das Schlimmste nun vorbei ist. Seit Anfang April stiegen die Kurse der wichtigsten Investmentbanken um bis zu 30 Prozent, auch weil die Investoren glauben, dass in den USA eine Rezession vermieden werden kann. Auf ein besonders hohes Kursniveau kletterten Lehman und Merrill Lynch. Beide Häuser gelten in der Branche als Übernahmekandidaten. In London wird kolportiert, dass die britische Großbank HSBC bereits 40 Milliarden Euro mobilisiert hat, um Merrill Lynch zu übernehmen.