Banken Traditionshaus sucht Partner
Die Bankenaufsicht prüft deshalb, ob die in Franken, Sachsen und Thüringen tätige Bank ihr Eigenkapital aufstocken muss. Gleichzeitig haben Bankchef Karl Gerhard Schmidt und sein Sohn Karl Matthäus Schmidt in den vergangenen Wochen versucht, ihren Anteil an Consors zu verkaufen. Die SchmidtBank hält noch 64,5 Prozent an der vor sieben Jahren von Karl Matthäus Schmidt gegründeten Direktbank.
Die Familienmitglieder haben vor allem mit der Commerzbank verhandelt. Karl Gerhard Schmidt traf sich vergangene Woche aber auch mit Rolf Breuer, dem Chef der Deutschen Bank. Mit beiden Häusern sind die Verhandlungen bislang erfolglos verlaufen. Karl Gerhard Schmidt wollte die Höhe des zusätzlichen Wertberichtigungsbedarfs gegenüber dem SPIEGEL nicht kommentieren. Die SchmidtBank stehe jedoch mit der Bankenaufsicht in engem Kontakt.
Frankfurter Bankern zufolge diskutiert die Behörde mit privaten Geldhäusern bereits über eine Auffanglösung. Die Bankenaufsicht wollte dazu nicht Stellung nehmen. Für die Gelder der SchmidtBank-Kunden besteht keine Gefahr: Das 1828 gegründete Traditionshaus ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken, der in diesem Fall das Guthaben jedes privaten Kunden bis in dreistellige Millionenhöhe sichert.