Banken: Western Union drängt nach Deutschland - DER SPIEGEL
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Banken Western Union drängt nach Deutschland

Der US-Bargeldspezialist Western Union will sich mit seiner Banktochter stärker auf dem deutschen Markt etablieren. Bis zum Jahr 2010 soll die Zahl der Filialen in Westeuropa auf 200 steigen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - "Bis Jahresende wollen wir in der Bundesrepublik neun Standorte haben", sagte der Vorstand der Western Union International Bank in Wien, Karl Pichler, der "Financial Times Deutschland". In den nächsten Tagen solle eine Filiale in Dortmund eröffnet werden. Das wäre die dritte nach den zwei in Köln, die im Juli eröffnet worden waren. Ziel des Unternehmens ist es, bis 2010 in Westeuropa ein Netzwerk von 200 Bankfilialen zu errichten.

Bislang war Western Union vorwiegend auf schnelle Bargeldüberweisungen spezialisiert. Das Unternehmen verfügt über das weltweit größte Geldtransfernetz mit über 235.000 Partneragenturen in mehr als 200 Ländern. Kunden geben in den Agenturen Überweisungen auf, wenig später kann der Empfänger am anderen Ende der Welt den Betrag abholen. Die Gebühren für solche Überweisungen betragen fünf bis zehn Prozent. Ein Großteil der Kunden sind Immigranten, die Geld nach Hause überweisen. Doch auch Touristen, die Bargeld brauchen, nutzen Western Union.

Im Vorjahr hatten die österreichischen Behörden dem Konzern die Erlaubnis für die Errichtung einer Vollbank erteilt. Von Wien aus kann Western Union damit in allen EU-Ländern und in Norwegen das Bankgeschäft betreiben.

tim/DowJones