Bankenfusion CoBRa droht Commerzbank mit Blockade
Frankfurt am Main - Die Beteiligungsgesellschaft, die 17 Prozent der Commerzbank- Anteile hält, steht den Kooperationsplänen von Dresdner und Commerzbank skeptisch gegenüber. Schon auf der Hauptversammlung der viertgrößten deutschen Bank hatte sich Hofmann gegen die Kooperation mit einem inländischen Partner ausgesprochen.
Nur wenn sich das Vermögen der Aktionäre dadurch mehre, werde die CoBRa einer Fusion zur zweitgrößten deutschen Bank zustimmen, berichtete die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf CoBRa-Chef Hofmann. Sollte der Kurs fallen, wolle die CoBRa "andere Optionen" erwägen.
Am Samstag trafen sich der Commerzbank-Chef Martin Kohlhaussen und der Dresdner-Chef Bernd Fahrholz im Taunus bei Frankfurt zu Gesprächen über die Kooperation. Über das Zustandekommen dieses Treffens war am Wochenende heftig spekuliert worden, es wurde am Montag von beiden Bankhäusern bestätigt. Initiator der Gespräche soll die Commerzbank gewesen sein.
Neben CoBRa ist der Münchener Versicherer Allianz an den Gesprächen direkt interessiert. Die Allianz hält 21,7 Prozent an der Dresdner Bank sowie einen kleinen Anteil an der Commerzbank.