Bankenfusion Die Mitarbeiter machen Druck
Frankfurt am Main - Die Vorstände von Commerzbank und Dresdner Bank wollen bis spätestens Ende Juli entscheiden, ob eine Fusion in Frage kommt. Bankenkreise bestätigten einen entsprechenden Bericht der "Börsen-Zeitung".
Offenbar haben sich die Bankhäuser wegen zunehmender Unruhe in den Belegschaften entschlossen, das Tempo ihres Gedankenaustausches zu verschärfen. Aktuell ginge es dem Vernehmen nach bei den Gesprächen nur um eine Vollfusion, nicht um eine Zusammenarbeit in Teilbereichen. Ein Commerzbank-Sprecher sagte, es handele sich um Gerüchte, die man nicht weiter kommentiere.
Der Geschäftsführer des Commerzbank-Großaktionärs CoBRa, Hans Hofmann, erklärte unterdessen, er halte eine internationale Lösung für weitaus attraktiver als eine Fusion mit der Dresdner Bank. "Es muss ja nicht zu einer Zerschlagung kommen", sagte er der "Berliner Zeitung". In einer rein innerdeutschen Lösung sehe er keine Synergieeffekte, die Kunden, den Mitarbeitern oder Aktionären zu Gute kommen könnten. Sie werde nur zehntausende Arbeitsplätze kosten.