Bankenkrise: UBS macht Milliardenverlust - DER SPIEGEL
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Bankenkrise UBS macht Milliardenverlust

Harte Bodenlandung: Die Schweizer Großbank UBS bleibt auch im zweiten Quartal im Minus - und hinkt damit anderen Geldhäusern hinterher. Immerhin konnte die Bank ihre Verluste verringern.
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Zürich - Die UBS steckt weiterhin in der Krise: Die Schweizer Großbank hat im zweiten Quartal erneut einen Milliardenverlust verbucht - allerdings fiel er geringer aus als in den Vormonaten. So sank das Minus auf 1,4 Milliarden Franken (0,9 Milliarden Euro) von knapp zwei Milliarden Franken im ersten Quartal. Analysten hatten den Verlust auf etwa 1,1 Milliarden Franken geschätzt.

Vor allem die Neubewertung der eigenen Verbindlichkeiten führte zu dem Minus, teilte die Bank am Dienstag mit. Hinzu kamen Restrukturierungskosten und Goodwill-Wertberichtigungen, die sich auf gut eine Milliarde Franken beliefen. Auch zögen viele Kunden ihre Gelder ab. So belief sich der Nettoneugeldabfluss in der Sparte Wealth Management & Swiss Bank auf 16,5 Milliarden Franken nach einem Minus von 23,4 Milliarden Franken im ersten Quartal.

Ein Teil der Geldabflüsse lässt sich mit dem Steuerstreit zwischen den USA und der Schweiz erklären. So drängen die US-Finanzbehörden Schweizer Banken dazu, die Daten von US-Bürgern mit Konten in der Schweiz herauszugeben.

Beim Ausblick bleibt die Bank vorsichtig. Die Marktverhältnisse hätten sich zwar im zweiten Jahresviertel laufend verbessert, eine nachhaltige Erholung sei aber noch nicht in Sicht, heißt es in der UBS-Mitteilung. In den meisten Regionen, in denen die Bank tätig sei, sei die wirtschaftliche Schwäche nach wie vor zu spüren.

yes/Reuters/dpa