Bankgesellschaft Berlin Dokument belegt Bilanztrick
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Die Bankgesellschaft Berlin hat laut "Handelsblatt" einen Bericht des SPIEGEL zurückgewiesen, demzufolge das Institut mit einem raffinierten Trick einen Verlust von 1,5 Milliarden Mark bei ihrer Immobilientochter IBG vertuscht hat. Dem Bericht des SPIEGEL liegt allerdings eine Vorstandsvorlage vom 7. November 2000 zu Grunde, die genau das beweist. Der Verfasser des Papiers, Friedhelm Schaperjahn, weist sogar extra darauf hin, dass auf diese Weise die Probleme bei der IBG diskret und schnell zu lösen seien.
Aus dem Dokument geht zweifelsfrei hervor, dass das "negative Ergebnis" von 1,5 Milliarden Mark auf die Konzernbilanz durchgeschlagen hätte. Erst durch die Umstrukturierung des Immobiliengeschäfts wurde die bilanzrechtliche Kaschierung möglich. Eben deshalb wurde sie in Windeseile noch vor dem 30. 12. 2000 (Bilanzstichtag) umgesetzt.
Es gab für die Bankgesellschaft auch keinen anderen Grund für die Umstrukturierung zum jetzigen Zeitpunkt, als das erwartete negative Ergebnis bei der IBG und ihre Folgen für die Konzernbilanz. Denn um die neue Immobilientochter IBAG, wie von der Bank geplant, in einigen Jahren an die Börse zu bringen, hätte es nicht der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft vor dem 20. 12. 2000 bedurft.
Außerdem wäre, wenn man von einem risikolosen Immobilienportfolio bei der Bankgesellschaft ausgeht, die Trennung der IBG-Engagements in operative Geschäfte und vertragliche Risiken nicht notwendig gewesen.