Bankgesellschaft Berlin Entzug der Lizenz möglich
Berlin - Angeblich befürchtet die angeschlagene Bankgesellschaft Berlin, das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) werde die Banklizenz widerrufen. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Frankfurter Bankenkreise.
Die Bankgesellschaft Berlin rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit Verlusten in Höhe von 800 Millionen Euro. Durch den Fehlbetrag droht die Eigenkapitalquote des Instituts unter die derzeitigen 9,2 Prozent zu rutschen. Für Banken gibt es eine gesetzlich festgeschriebene Mindest-Eigenkapitalquote, die zur Sicherung von Krediten eingehalten werden muss.
Diese Mindestquote liegt zwar bei acht Prozent, angeblich will das BAKred von der Bankgesellschaft aber eine höhere Eigenkapitalquote fordern, da das Institut ungewöhnlich hohe Kreditrisiken aufweise. Bisher hat das BAKred allerdings noch keine formellen Maßnahmen gegen die Bankgesellschaft eingeleitet.
Derzeit laufen nach Informationen des "Handelsblatts" Gespräche zwischen der Bankgesellschaft und dem Land Berlin als Haupteigentümer. Der Berliner Senat überlege, die Immobilientochter IBAG aus dem Bankkonzern herauszulösen. Das würde durch Veränderungen in der Bilanz die Eigenkapitalquote erhöhen. Diese Überlegungen sollen Thema der Aufsichtsratsitzung am kommenden Freitag sein.