Bankgesellschaft Berlin: Strafanzeige gegen Aufsichtsrat - DER SPIEGEL
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Bankgesellschaft Berlin Strafanzeige gegen Aufsichtsrat

Das Defizit der Bankgesellschaft Berlin ist offenbar viel größer als bisher angenommen. Bankgesellschaftschef Wolfgang Rupf will jetzt gegen diejenigen vorgehen, die das ausgeplaudert haben.
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Berlin - Rupf vermutet die undichte Stelle im Aufsichtsrat. Deshalb will er gegen einzelne Mitglieder Strafanzeige erstatten, wie er der "Berliner Zeitung" mitteilte. Das Blatt hatte berichtet, bei der angeschlagenen Bankgesellschaft tue sich ein neues Milliarden-Loch auf, und sich dabei auf Kreise aus dem Aufsichtsrat berufen. Das Kontrollgremium des mehrheitlich landeseigenen Konzerns sei darüber unterrichtet worden, dass sich die abzudeckenden Risiken der Immobilientochter IBAG auf jetzt mehr als 1,2 Milliarden Mark belaufen sollen. Rupf bezeichnete die Darstellung als falsch.

Noch im Sommer seien die Risiken auf einen Betrag von rund 250 Millionen Euro geschätzt worden, hieß es. Die Bank werde das laufende Geschäftsjahr nun voraussichtlich mit einem Verlust von mehr als einer Milliarde Euro abschließen, meldete die Zeitung. Bereits die Bilanz des Geschäftsjahres 2000 war so nachhaltig belastet, dass die Eigentümer knapp zwei Milliarden Euro frisches Kapital nachschießen mussten, um die Existenz des Instituts zu sichern.