BASF Gewinn schrumpft um 27 Prozent
Ludwigshafen - Ursache für das schlechte Ergebnis seien Geldstrafen gewesen, die BASF für Absprachen im Vitamingeschäft zahlen musste, sagte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Strube anlässlich der Bilanzpressekonferenz. Trotz der gesunkenen Gewinne blickt der Chemieriese optimistisch in die Zukunft: Bis 2002 solle das Betriebsergebnis jährlich "um mindestens zehn Prozent gesteigert werden", so Strube. Der Einstieg in den Internethandel spiele dabei eine wichtige Rolle. BASF wolle zu den führenden Chemieunternehmen gehören, die den Einkauf und Verkauf elektronisch abwickeln. Bereits in zwei Jahren sollen erhebliche Teile des Umsatzes mit dem Vertrieb von Standardprodukten per Internet erzielt werden.
BASF und Bayer strebten keine Fusion an, sagte Strube. Entsprechende Spekulationen wies er nachdrücklich zurück. "Wir wollen unsere Zukunft selbständig gestalten." Beide Konzerne könnten aus eigener Kraft ihre jeweiligen Ziele verfolgen.
Der BASF-Umsatz zog auf 29,5 Milliarden Euro an. Ohne die Geldbußen sowie Rückstellungen für Schadenersatzklagen wäre das Ergebnis vor Steuern um 8,7 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro gestiegen. So verbleibt nur ein Jahresüberschuss von 1,24 Milliarden Euro (minus 27 Prozent).
Die Zahlen, die BASF herausgegeben hat, dürften sich nach Ansicht von André Leue, Analyst bei Salomon Oppenheim, nicht belastend auf den Aktienkurs ausgewirkt haben. Die Zahlen entsprächen weitgehend den Erwartungen, sagte der Experte. BASF legten im Umfeld eines schwachen Dax bis zum Mittag um 0,31 Prozent zu.