BASF Größter Aktienrückkauf in der deutschen Börsengeschichte
Ludwigshafen - Seit Mittwoch kauft BASF seine Anteilsscheine wieder auf. Beim aktuellen Wert von rund 45,5 Euro je Aktie könnte der Ludwigshafener Chemiekonzern mit dem veranschlagten Budget von zwei Milliarden Euro fast 44 Millionen der gehandelten Papiere erwerben, was einem Anteil von rund sieben Prozent entspricht. Es ist das zweite Mal, dass die BASF mit einer großen Rückkaufaktion versucht, den Kurs der eigenen Aktie zu steigern. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr 7,9 Millionen eigene Anteilscheine aufgekauft und dafür rund 500 Millionen Mark ausgegeben.
Neben der Kurssteigerung an der Börse will BASF mit dem Programm das Eigenkapital der Gesellschaft verringern. Dadurch erhöht sich das Ergebnis je Aktie, weil die aufgekauften Aktien vernichtet werden und somit das Grundkapital abnimmt. Als Folge kann mit weniger eingesetztem Geld im Verhältnis mehr verdient werden.
"Die Anleger haben auf das Aktienrückkaufprogramm positiv reagiert", sagte Stefan Voß, Analyst bei der Bayerischen Landesbank. "Ich denke, dass der Aktienrückkauf mit der Börseneinführung in den USA zusammenhängt", so Voß. BASF werde wahrscheinlich die Aktien nach der Notierung im amerikanischen Markt wieder streuen. Der Analyst will seine Einstufung der Aktie mit "neutral" zunächst beibehalten und die Analystenkonferenz in der nächsten Woche abwarten.