BASF: Keine Kündigungen in Ludwigshafen - DER SPIEGEL
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BASF Keine Kündigungen in Ludwigshafen

BASF will weltweit zehn Standorte schließen. Am Hauptsitz in Ludwigshafen soll aber alles beim Alten bleiben.
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Ludwigshafen - Der Standort sei auch nicht von den angekündigten Anlageschließungen betroffen, teilte der Chemiekonzern am Freitag mit. Das Unternehmen hatte am Donnerstag angekündigt, angesichts schlechterer Gewinnaussichten weltweit zehn Standorte und 14 weitere Anlagen zu schließen. Welche Werke geschlossen werden sollen, steht nach Angaben einer BASF-Sprecherin weiterhin noch nicht fest.

Die Vereinbarung zwischen Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretungen, wonach es unter anderem bis Ende 2003 keine betriebsbedingten Kündigungen gibt, sei weiterhin gültig, teilte der Chemie-Konzern mit. Laufende Investitionsprojekte würden nicht gestoppt. Investitionen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Standortes seien nicht gefährdet.

Derzeit beschäftigt BASF rund 39.300 Mitarbeiter in Ludwigshafen. Bis Ende des Jahres soll die Zahl, wie schon länger bekannt, auf etwa 38.900 gesenkt werden. Bis 2003 plant das Unternehmen einen Abbau von insgesamt rund 5000 Stellen.

BASF-Finanzvorstand Max Dietrich Kley erklärte unterdessen laut einem vorab veröffentlichten Interview mit "Euro am Sonntag", er rechne mit einem Wachstum der westeuropäischen Chemiebranche von etwa 2,5 Prozent in diesem Jahr. Bislang war das Unternehmen von drei Prozent ausgegangen. Für die chemische Industrie in den USA schraubte der Manager die Prognosen noch deutlicher nach unten: "In den USA hatten wir ein Plus von 1,5 Prozent unterstellt. Nun rechnen wir mit etwa minus ein Prozent", wurde Kley zitiert. Auch im dritten und vierten Quartal 2001 rechnet der Finanzvorstand in der nordamerikanischen und europäischen Chemieindustrie nicht mit einem nachhaltigen Aufschwung.