Baumärkte Bieterwettkampf um Max Bahr
Düsseldorf - Wie das "Handelsblatt" aus Kreisen der beteiligten Firmen berichtet, liegen der Investmentbank Lazard insgesamt drei Angebote vor. Die Frankfurter Fusions- und Übernahme-Experten waren vor wenigen Wochen von der Bahr-Eigentümerfamilie Möhrle mit dem Verkauf betraut worden.
Den Informationen zufolge interessieren sich neben dem Beteiligungsunternehmen Permira auch die Baumarktbetreiber Praktiker und Obi für Max Bahr. Eine Sprecherin von Max Bahr bestätigte dem Blatt, es seien sowohl strategische wie auch finanzielle Investoren im Rennen. Die Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss, spätestens im September solle die Entscheidung fallen.
Der Wert der 80 Märkte bewegt sich dem Bericht zufolge nach Informationen aus Bieterkreisen - inklusive Immobilien und der Übernahme von Verbindlichkeiten - zwischen 1,0 Milliarden und 1,5 Milliarden Euro. Das 1879 als Familienbetrieb gegründete Unternehmen mit Sitz in Hamburg betreibt seine Filialen nach eigenen Angaben in 46 deutschen Städten und beschäftigt rund 4500 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr erzielte es einen Jahresumsatz von 816 Millionen Euro.
Ein Sprecher von Praktiker bekräftigte heute der Wirtschaftsnachrichtenagentur Dow Jones Newswires einen bereits früher des Öfteren geäußerten Standpunkt des Unternehmens, wonach Praktiker Optionen bei der Marktkonsolidierung prüfe. Eventuelle Übernahmen müssten sich aber betriebswirtschaftlich rechnen und in das Konzept der zweitgrößten Baumarktkette in Deutschland passen. Zu den aktuellen Spekulationen über Max Bahr wollte der Praktiker-Sprecher ausdrücklich keine Stellung nehmen.
dab/ddp