Bauwirtschaft Teile von Walter Bau vor der Rettung
Augsburg - Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, wolle der österreichische Baukonzern Kernteile von Walter Bau kaufen. Der Augsburger Konzern äußerte sich nicht konkret, räumte jedoch ein, mit einem strategischen Investor sei eine Einigung für die Übernahme wesentlicher Teile des Unternehmens erzielt worden. Nach Firmenangaben sollen der Investor sowie Details des Konzepts zur Fortführung des Unternehmens heute Vormittag in Augsburg auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden. Der Investor wolle dann auch seine Pläne erläutern.
Unklar bleibt, welche Teile des einst drittgrößten deutschen Baukonzerns die österreichische Strabag übernehmen wird. Gleichwohl dürfte mit dem Einstieg eine große Zahl von Arbeitsplätzen von Walter Bau erhalten werden, da wie von Insolvenzverwalter Werner Schneider angestrebt Kernteile des Augsburger Unternehmens an einen einzigen Investor gehen.
Eine Zusammenführung von Walter Bau mit der deutschen Strabag-Tochter und später auch mit dem Stuttgarter Konkurrenten Züblin war ursprünglich schon vor dem Insolvenzantrag von Walter Bau im Rahmen der gescheiterten Verhandlungen mit den Banken über ein Rettungskonzept geplant gewesen.
Walter Bau hatte vor zwei Wochen für die Muttergesellschaft Insolvenz beantragt, von der zunächst etwa 4000 der 9500 Mitarbeiter des Konzerns betroffen war. Kleinere Tochtergesellschaften folgten der Walter Bau in die Insolvenz, die wichtigsten Töchter arbeiteten jedoch weiter.