Bayer: Gang an die Wall Street verschoben - DER SPIEGEL
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Bayer Gang an die Wall Street verschoben

Der Skandal um den Cholesterin-Senker Lipobay bringt die Zukunftspläne von Bayer durcheinander. Der Gang an die Wall Street wurde zurückgestellt.
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Düsseldorf - Noch am Montag hatte Bayer-Chef Manfred Schneider auf einer Pressekonferenz gesagt, man werde an einem Erst-Listing der Bayer Aktie   an der New York Stock Exchange am 26. September festhalten.

Schadenersatzklagen aus den USA wegen des Cholesterin-Senkers Lipobay/Baycol verhindern nun dieses Vorhaben."Wir wollen nicht auf dem für uns wichtigsten Kapitalmarkt der Welt an die Börse gehen, ohne überzeugende Antworten auf die anstehenden Fragen zu haben", sagte Schneider am Donnerstag.

Der nächste Termin für den Gang an die Wall Street ist für Februar 2002 angesetzt. Aus technischen Gründen sei kein früheres Listing möglich, so der Bayer-Chef.

Die inhaltliche und organisatorische Vorbereitung des Börsengangs an der New York Stock Exchange war nach Angaben des Unternehmens bereits weitgehend abgeschlossen.

An den amerikanischen Aktienmärkten wurden zuvor starke Zweifel an einem Listing der Bayer-Aktie in New York laut. Der Rückruf von Lipobay berge "riesige Unsicherheiten", so der US-Fondsmanager David Cooley. Es sei nicht absehbar wie teuer die Sammelklage für Bayer werde. Nach Informationen des "Handelsblatt" decken die Versicherungen, die Bayer für Produkthaftung bei Medikamenten abgeschlossen hat, das Prozessrisiko bei weitem nicht ab. Unternehmenssprecher des Chemiekonzerns hatten dazu gesagt, dass man bei Bayer nicht von einem Erfolg der Klagen ausgehe.