Bayer: Grippewelle sorgt für starkes Quartal - DER SPIEGEL
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Bayer Grippewelle sorgt für starkes Quartal

Die Grippewelle zu Beginn des Jahres hat für einen wahren Nachfrageboom an Fiebermitteln, Kopfschmerztabletten oder Nasensprays geführt. Gut für den Leverkusener Bayer-Konzern: das erste Quartal lief so gut, dass den Ausblick für die Pharmasparte deutlich angehoben werden konnte.
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Leverkusen - Die Eckdaten, die Vorstandschef Werner Wenning für die Monate Januar bis März auf der Hauptversammlung Ende April präsentiert hatte, sind damit bereits Makulatur. Heute erhöhte Bayer mit der Vorlage des vollständigen Zwischenberichts den Ausblick für den Teilkonzern HealthCare (Gesundheitsprodukte). Analysten bewerteten die Konzernentwicklung erneut positiv.

Für die Gesundheitssparte rechnet Wenning im laufenden Geschäftsjahr nun damit, dass das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Bisher hieß es, die bereinigte Ergebnisentwicklung bei HealthCare werde unter anderem durch die rückläufigen Verkäufe des Antibiotikums Cipro beeinträchtigt. Doch die Einsparungen im Bereich Pharma sind offenbar schneller erzielt worden als ursprünglich erwartet. Auch bei Consumer Care haben sich die Sparanstrengungen früher als geplant ausgezahlt.

Optimistisch zeigte sich Wenning auch bei den Aussichten der Bereiche MaterialScience (Materialien) und CropScience (Pflanzenschutz/Ernährung), für die er nach wie vor von einer Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern ausgeht. Vor allem der Bereich MaterialScience hatte seinen Umsatz im ersten Quartal um 35 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gesteigert sowie das Ebit auf 406 Millionen Euro verdreifacht.

Starkes Wachstum in Europa

Am stärksten gewachsen ist Bayer im ersten Quartal in Europa. In dieser Region seien die Erlöse um rund 24 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro gestiegen, heißt es in der Mitteilung des Konzerns. Zu diesem Wachstum habe wesentlich der Teilkonzern MaterialScience beigetragen. Auch die Division Consumer Care habe den Europaumsatz wegen der starken Grippewelle und der von Roche erworbenen Produkte deutlich gesteigert.

Der vollständige Bericht von Bayer für das erste Quartal ist nach Aussage von Analysten positiv, hat aber keine wirklichen Überraschungen gebracht. "Erfreulich ist, dass der Ausblick für den Bereich HealthCare nach oben angepasst wurden, ganz unerwartet war das allerdings nicht", sagt Ludger Mues von Sal. Oppenheim. Synergien aus der Vertriebspartnerschaft mit Schering-Plough hätte sich hier günstig ausgewirkt. "Wir hatten schon im Vorfeld der Zahlen eine Anpassung des Ausblicks im Bereich HealthCare als möglich erachtet", sagte auch Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland Pfalz.

Doch auch wenn die Analysten sich wenig überrascht zeigten - an der Börse waren Bayer in einem von Verlusten geprägten Marktumfeld gefragt und verteuerten sich bis zum Nachmittag Uhr um 0,8 Prozent auf 26,31 Euro.

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