Bayer-Verkauf Millionen fürs Mückenmittel
Leverkusen - Käufer der Sparte für Haushaltsinsektizide sei der Konzern SC Johnson, teilte Bayer am Montag mit. Die Amerikaner erhalten das Recht, neben Autan auch Produkte wie Baygon weltweit zu vermarkten. Allerdings wird Bayer die Wirkstoffe der Mittel weiter herstellen und an SC Johnson und andere Abnehmer liefern.
Der Deal wird - wenn die Kartellbehörden zustimmen - wohl noch in diesem Jahr abgeschlossen. Alle der rund 2300 betroffenen, nicht in die Wirkstoffproduktion einbezogenen Mitarbeiter würden vom Käufer übernommen, hieß es. Das Geschäft mit Haushaltsinsektiziden habe im Jahr 2001 einen Umsatz von rund 400 Millionen Euro erzielt.
Bayer-Vorstandschef Werner Wenning erklärte, der Verkaufserlös solle wie bei anderen Transaktionen dem Abbau der Nettoverschuldung dienen. Bayer wolle sich künftig ganz auf rezeptfreie Medikamente wie etwa Aspirin oder Alka-Seltzer konzentrieren.
Nach dem Verkauf der Agfa-Beteiligung, der Duftstofftochter Haarmann & Reimer und der Rhein-Chemie-Gruppe will Bayer in diesem Jahr auch den Anteil am Joint-Venture Polymer Latex abstoßen. Früheren Angaben zufolge will der Konzern mindestens vier Milliarden Euro durch Verkäufe erzielen, davon drei Milliarden Euro in diesem Jahr. Damit soll die Nettoverschuldung bis Jahresende auf etwa zehn Milliarden Euro gesenkt werden.