Bayern-Transrapid Münchens OB Ude droht mit Klage
München - Der Münchener Oberbürgermeister Christian Ude erwägt eine Klage der Stadt gegen den geplanten Bau einer Transrapid-Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Franz-Josef-Strauß-Flughafen. Dem "Münchner Merkur" sagte Ude, wenn nach den vorliegenden Plänen gebaut werden sollte, sei auch mit juristischen Schritten betroffener Münchner Bürger und der nördlichen Nachbargemeinden zu rechnen.
Er halte allenfalls eine Transrapid-Strecke für diskussionswürdig, die im Stadtbereich komplett unterirdisch verlaufe, sagte Ude der Zeitung. Nach den vorliegenden Plänen würde ein 3,8 Kilometer langes Stück ebenerdig verlaufen. Ude bezweifelte zudem, dass der Bund in der Lage sein werde, die für den Transrapid notwendigen Investitionen aufzubringen, wenn zugleich "Rentner, Arbeitnehmer und Pendler abkassiert" würden. Der bayerische Verkehrsminister Otto Wiesheu (CSU) sagte dem "Münchner Merkur", wenn Ude einen Bahn-Tunnel wünsche, "dann soll er auch sagen, wer das alles bezahlen soll".