Beate Uhse Erregung vorüber
Flensburg - Grundlage der Einigung ist ein neuer Haustarif, auf den sich das Erotik-Unternehmen und die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) einigten. Wie der Beate-Uhse-Vorstand am Freitag mitteilte, soll es keine betriebsbedingten Kündigungen wegen der Verlegung der Versandabteilung in die Niederlande geben.
Damit sei gesichert, dass es keinen weiteren Streiktag gibt und die Geschenke von Beate Uhse "pünktlich unter dem Weihnachtsbaum liegen", hieß es. Die bisher im Versandhandel tätigen rund 50 Beschäftigten erhalten gleichwertige Arbeitsplätze in anderen Unternehmensbereichen am Standort Flensburg.
Außerdem ist der ausgehandelte neue Firmentarifvertrag für alle Mitarbeiter im deutschen Einzel- und Versandhandelsbereich des Erotik-Spezialisten gültig. Es wurde von einer "sehr positiven Staffelung der übertariflichen Zahlungen" gesprochen, die rückwirkend ab 1. Dezember gilt. Dabei seien insbesondere die Interessen der Beschäftigten in den unteren Lohn- und Gehaltsgruppen berücksichtigt worden.
Ein Teil der Arbeitnehmer am Stammsitz in Flensburg hatte am vergangenen Montag einen Tag lang gestreikt, was insbesondere den Versand getroffen hatte. Beate Uhse ist in zwölf europäischen Ländern mit insgesamt 750 Mitarbeitern in den Geschäftsfeldern Einzel-, Versand- und Großhandel sowie Neue Medien tätig. Für dieses Jahr werden rund 300 Millionen Mark Umsatz erwartet, nachdem er zum ersten Halbjahr 2000 bei 117 Millionen Mark lag. Die Firma zählt zu den bekanntesten deutschen Unternehmen und ist seit Mai 1999 an der Börse notiert.