Beate Uhse Kondome an der Autobahn
Hamburg - Trotzt der allgemeinen Konjunkturflaute werde Beate Uhse die erwartete Umsatzsteigerung von 32 Prozent auf 424 Millionen Mark im Jahr 2001erreichen, sagte Vorstandschef Otto Christian Lindemann auf der Hauptversammlung am Montag.
Beim Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) kündigte der größte Erotikkonzern Europas ein Plus von rund 13 Millionen Mark auf 54,1 Millionen Mark (rund 27,7 Millionen Euro) an. Beate Uhse befinde sich auf "einem absolut intakten Wachstumskurs", sagte Lindemann. Ein gutes Geschäft erwartet das Unternehmen 2001 im Versandhandel, dagegen rechnet man beim Umsatz der europaweit 200 Shops mit nur geringem Wachstum. Der Bereich Entertainment, in dem die Internet- und TV-Aktivitäten zusammengefasst sind, werde seinen Anteil am Umsatz in etwa halten, sagte Lindemann.
Die Beate Uhse AG ging 1999 an die Börse. Das Unternehmen ist derzeit in 12 europäischen Ländern aktiv und beschäftigt rund 1.120 Mitarbeiter, davon 770 in Deutschland. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 41 Prozent auf 320 Millionen Mark und das Ergebnis um 37 Prozent auf 30 Millionen Mark steigern konnte, liegt die Beate Uhse AG auch im ersten Quartal 2001 auf Wachstumskurs. Der Umsatz stieg um 72 Prozent auf 112 Millionen Mark, das EBITDA um 53 Prozent auf 14 Millionen Mark. Besonders erfolgreich ist das Unternehmen derzeit außerhalb Deutschlands. Der Auslandsanteil am Umsatz stieg von 26 auf 47 Prozent.
Anfang 2002 will Beate Uhse sich ein neues Geschäftsfeld erschließen und den ersten Autobahnshop in Deutschland eröffnen, der ursprünglich bereits für 2001 geplant war. Für 2003 ist der Einstieg auf dem amerikanischen Markt vorgesehen. Hier sei der Versandhandel der optimale Vertriebsweg für die Beate Uhse Produkte, sagte Lindemann. Man untersuche derzeit den Markt, um die weitere Expansion vorzubereiten.