Beispielhaft
Das wohl schärfste Wettbewerbsgesetz der Welt will die Regierung des kanadischen Ministerpräsidenten Pierre E. Trudeau erlassen. Den Unternehmern, die Preisabsprachen treffen, Absatzkartelle bilden, Lieferanten oder Käufer boykottieren, drohen künftig Strafen bis zu einer Million Dollar oder zwei Jahre Gefängnis. In manchen Fällen sollen schon gleichlautende Preisangebote verschiedener Firmen als Beweis für Preistreiberei genügen. Für den Wiederholungsfall sieht der Gesetzentwurf Geldstrafen bis zu zwei Millionen Dollar oder fünf Jahre Gefängnis oder beides vor. Als krimineller Akt gelten unter anderem auch Einschränkungen bei der Produktion, Qualität oder beim Vertrieb. Bestraft werden sollen ferner Unternehmer, die durch Absprachen Konkurrenten vom Markt verdrängen oder absichtlich eine Monopolstellung erringen. Firmenzusammenschlüsse sollen ungeachtet der Größe nur dann genehmigt werden, wenn feststellt, daß die Firmen unabhängig nicht weiterbestehen können und die Fusion zu niedrigeren Preisen oder besseren Produkten führt. Das Gesetz zielt besonders gegen die Praktiken der US-Firmen in Kanada.