Belegschaftsaktien Riskante Papiere
Seit 1992 ist die Zahl der Bürger, die nur Aktien ihres eigenen Unternehmens so genannte Belegschaftsaktien besitzen, um fast 30 Prozent auf 979 000 gefallen. Das geht aus einer Infratest-Umfrage für das Deutsche Aktieninstitut (DAI) hervor. Das DAI bedauert diese Entwicklung, obwohl gerade die Konzentration der Kleinaktionäre auf das eigene Unternehmen bedenklich ist. Wird nämlich eine Firma zum Sanierungsfall, verlieren nicht nur Tausende Beschäftigte ihren Job, sondern im Zweifelsfall auch einen Großteil ihres Vermögens. Das DAI dagegen argumentiert, vor allem bei Traditionskonzernen wie Mannesmann, Thyssen oder Holzmann habe die Ausgabe von Aktien in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur die Bindung der Arbeiter und Angestellten an ihr Unternehmen verstärkt, sondern auch neue Bevölkerungsschichten fürs Wertpapiergeschäft interessiert. Gerade der Fall Holzmann zeigte allerdings die Risiken. Viele Anlageexperten raten deshalb, die Aktien des eigenen Unternehmens keinesfalls überzugewichten.