Benetton: Plötzlicher Abgang in Chefetage - DER SPIEGEL
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Benetton Plötzlicher Abgang in Chefetage

Benetton-Chef Silvano Cassano und sein Finanzchef Pier Francesco Facchini sind überraschend zurückgetreten. Die Aktien von Benetton reagierten mit kräftigen Kursverlusten - der Wert stürzte um mehr als acht Prozent ab.
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Mailand - Wie der Bekleidungshersteller mitteilte, bleibt Cassano jedoch Mitglied des Führungsgremiums. Ein Nachfolger für den Chefposten werde bald bekannt gegeben, ein neuer Finanzvorstand solle bis kommenden Mai gefunden werden. Benetton-Aktien reagierten mit kräftigen Verlusten auf die Nachrichten. Die Papiere kosteten am Nachmittag mehr als acht Prozent weniger als am Freitag.

Cassano leitete in den vergangenen drei Jahren die Reorganisation des Konzerns. Der künftige Chef soll sich den Angaben zufolge besonders auf das Wachstum in Asien und auf anderen Märkten mit einem raschen Bevölkerungszuwachs konzentrieren. Ein Unternehmenssprecher erklärte indes, der Vizechef des Verwaltungsrates, Alessandro Benetton, sei nicht für den Posten vorgesehen. Finanzchef Facchini sei aus persönlichen Gründen zurückgetreten, hieß es weiter.

"Die Nachricht war unerwartet", begründete ein Händler die Kursverluste. "Der Markt versteht noch nicht, wo die Benettons hin wollen." Die Benetton-Familie kontrolliert den Konzern und ordnet derzeit ihre Investitionen neu. Vor wenigen Wochen gab sie bekannt, ihre Versorger- und Infrastruktur-Investitionen auszugliedern, um so große Projekte in Europa zu gewinnen.

Benetton vermeldete zudem für die ersten neun Monate des Jahres einen 6,5-prozentigen Anstieg seines Nettogewinns auf 94 Millionen Euro. Der Umsatz stieg ebenfalls um 6,5 Prozent auf 1,372 Milliarden Euro. Besonders im Mittelmeerraum, in Osteuropa, China und Indien sei der Konzern deutlich gewachsen.

tim/Reuters