BenQ: Konkursgericht eröffnet Insolvenzverfahren - DER SPIEGEL
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BenQ Konkursgericht eröffnet Insolvenzverfahren

Jetzt ist es offiziell: Das Amtsgericht München hat in Sachen BenQ Mobile das Insolvenzverfahren eröffnet. Der Handyhersteller wird nun die Produktion einstellen.
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München - Das Konkursgericht habe bereits am Neujahrstag mit den entsprechenden rechtlichen Schritten begonnen, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Martin Prager. Bis Silvester hat kein Investor ein Angebot für das Unternehmen mit 3000 Beschäftigten abgegeben. Der Betrieb von BenQ Mobile - die Zentrale in München und die zuletzt kaum noch ausgelastete Produktion in Kamp-Lintfort am Niederrhein - werden stillgelegt.

Prager, der drei Monate lang vergeblich einen Käufer gesucht hatte, will sich morgen zum weiteren Vorgehen bei BenQ Mobile äußern. Die Beschäftigten von BenQ   müssen nun darauf hoffen, dass ein Investor die Fertigung aus der Insolvenzmasse herauskauft. Auf diesem Weg könnte er sich - anders als bei einer Übernahme des gesamten Unternehmens - der Verpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern entledigen.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Josef Michael Leucker sagte in Kamp-Lintfort, er rechne weiterhin damit, dass ein deutsch-amerikanischer Investor ein Angebot für BenQ abgeben werde. Der Investor könne die Fertigung dann aus der Insolvenzmasse herauskaufen.

BenQ Mobile hatte Ende September Insolvenz angemeldet, nachdem der taiwanische Elektrokonzern BenQ der verlustträchtigen Handy-Sparte nur ein Jahr nach der Übernahme überraschend den Geldhahn zugedreht hatte. Die Asiaten hatten für das Mobiltelefongeschäft von Siemens   mehr als 400 Millionen Euro an Mitgift erhalten. Eigenen Angaben zufolge steckte BenQ nochmals mehr als 800 Millionen Euro in die deutsche Tochter, die dennoch stetig Marktanteile verlor. Nach der Insolvenzanmeldung kam das Geschäft mit Handys der Marke BenQ Siemens fast vollständig zum Erliegen.

tim/Reuters/DowJones/AP