BenQ: Verhandlungen über Auffanggesellschaft - DER SPIEGEL
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BenQ Verhandlungen über Auffanggesellschaft

Für die 3000 BenQ-Mitarbeiter, die momentan von der Arbeitslosigkeit bedroht sind, soll eine Auffanggesellschaft eingerichtet werden. Doch auch für bereits ausgeschiedene Mitarbeiter könnte die Insolvenz Konsequenzen haben: Sie fürchten um ihre Abfindungen.
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München - Man suche "eine Zukunftsperspektive" für die betroffenen Mitarbeiter, versprach der Insolvenzverwalter der BenQ  -Handysparte Martin Prager. Mit Vertretern der Landesregierungen von Bayern und Nordrhein-Westfalen, der Bundesagentur für Arbeit und der IG Metall möchte er am Donnerstag über eine Auffanggesellschaft für die ehemaligen BenQ-Beschäftigten diskutieren.

Auch der ehemalige Mutterkonzern Siemens  , der die Gründung einer Beschäftigungsfirma angeregt hatte, wird voraussichtlich an der Sitzung am so genannten Runden Tisch teilnehmen. Gewerkschafter hoffen auf 200 Millionen Euro für die Auffanggesellschaft.

BenQ hatte vor kurzem die Zahlungen an seine deutsche Handytochter eingestellt. Das Unternehmen mit Produktionsstätten in München, Kamp-Lintfort und Bocholt musste kurz darauf Insolvenz . Rund 3000 Menschen sind durch die Insolvenz von der Arbeitslosigkeit bedroht.

Doch auch für bereits ausgeschiedenen BenQ-Mitarbeiter hat die Insolvenz laut einem Zeitungsbericht eventuell negative Konsequenzen. Mehr als 100 Beschäftigte hatten im Sommer Auslösungsverträge mit hohen Abfindungszahlungen unterschrieben. Aus steuerlichen Gründen sei vereinbart worden, das Geld erst im Januar zu zahlen.

Dadurch könnten einige Angestellten jetzt mit leeren Händen dastehen: "Mitarbeiter, die zum Stichtag (30. September) nicht ausgeschieden waren oder ihr Geld nicht erhalten haben, müssen die Forderungen im Insolvenzverfahren geltend machen", wird ein BenQ-Sprecher zitiert. In einem solchen Verfahren werden solche Abfindungen in der Regel nachrangig behandelt. "Es ist davon auszugehen, dass Abfindungen praktisch nicht mehr ausgezahlt werden", so ein BenQ-Sprecher.

Zudem berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", dass ein Drittel der 3000 BenQ-Beschäftigten voraussichtlich noch in diesem Monat die Arbeit verlieren wird. Insolvenzverwalter Prager werde in den nächsten Wochen vor allem in der Verwaltung von BenQ Mobile rund tausend Stellen streichen, sagte eine mit der Situation vertraute Person. Eine Sprecherin Pragers wollte die Zahlen nicht bestätigen.

bay/ddp/Reuters/AP