Benzin: Neue Preiserhöhungen erwartet - DER SPIEGEL
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Benzin Neue Preiserhöhungen erwartet

Die Preise für Kraftstoff müssen nach Ansicht des Vorstandschefs der Deutschen BP, Uwe Franke, weiter steigen. Die neue Preisrunde soll angeblich bereits in den kommenden Tagen eingeläutet werden.
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Hamburg - Franke zufolge müssten die Benzinpreise um weitere fünf bis sieben Pfennig pro Liter steigen. Dies sei notwendig, damit Mineralölkonzerne wie BP wirtschaftlich arbeiten könnten, sagte er dem "Hamburger Abendblatt". In diesem Jahr habe BP bundesweit bereits 50 Millionen Mark Verluste gemacht, davon allein im Mai 30 Millionen Mark. "Das ist die schlechteste Situation seit 1983", sagte Franke der Zeitung.

Angesichts der niedrigen Gewinnmargen beim Verkauf von Benzin werde das Kraftstoffgeschäft weiter an Bedeutung verlieren. Schon jetzt steuerten Shops und Autowaschanlage mit 50 bis 60 Prozent den größeren Teil zum Einkommen bei. BP will insbesondere sein Fast-Food-Angebot ausbauen. Bis Ende 2001 soll die Zahl der Bistros an den Tankstellen von jetzt 420 auf 500 steigen. Im zweiten Halbjahr 2001 beginnt dann in Deutschland die Modernisierung des Tankstellennetzes, für die je nach Standort bis zu rund 400.000 Mark ausgegeben werden. Unter anderem sind Internetzugänge an den Zapfsäulen geplant.

"Wenn der Dollar auf seinem hohen Niveau bleibt, werden die Mineralölkonzerne auf jeden Fall nachziehen", zitierte am Wochenende "Bild am Sonntag" einen Sprecher des deutschen Mineralölkonzerns Aral. Der Dollar kostete am Freitag zum Handelsschluss in New York 0,9070 Euro (2,16 Mark). Aral hat das Zitat unterdessen dementiert. Der Dollarkurs sei nur einer von vielen Faktoren, die den Benzinpreis beeinflussten, sagte Aral-Sprecher Detlef Brandenburg.

Der Benzinpreis war in den vergangenen Wochen und Monaten bereits stark gestiegen. Nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) mussten Autofahrer im Juli zwar im Vergleich zum Vormonat durchschnittlich vier Pfennig je Liter weniger für Benzin ausgeben, im Vergleich zum Vorjahresmonat ergab sich den Angaben zufolge aber eine deutliche Steigerung. Ein Liter Eurosuper habe im Juli 2000 im Schnitt 2,03 Mark gekostet, ein Jahr zuvor 1,72 Mark und im Sommer 1998 noch 1,60 Mark.