Benzin Preisrutsch erwartet
Berlin - Sinkende Preise für Rohöl sorgen schon seit Oktober für ein allmähliches Abbröckeln der Spritpreise. Normalbenzin kostete am Mittwoch im Bundesdurchschnitt 1,97 Mark. Der Trend soll sich fortsetzen: "Der Benzinpreis wird in den nächsten Tagen weiter sinken", sagte Shell-Sprecher Rainer Winzenried der "Berliner Zeitung".
Optimistische Prognosen erstellen die Konzerne auch für die Entwicklung im kommenden Jahr. TotalFinaElf-Sprecher Thomas Schalberger sagte, derzeit sprächen alle Daten für weiter sinkende Benzinpreise. Zwar könnte ein harter Winter in Europa oder den USA die Notierungen an den Rohstoffbörsen zwischenzeitlich nach oben treiben. Danach werde sich die Trendwende jedoch durchsetzen. Viele Experten rechnen sogar mit einem Preisrutsch.
Shell-Chef Mark Moody-Stuart erwartet schon gegen Ende des Winters Ölpreise zwischen 24 und 26 Dollar je Barrel der Nordseesorte Brent. "Auch die Sprit- und Heizölpreise werden dann wieder ein erträgliches Maß erreichen", versprach Claudia Braun, Sprecherin der deutschen BP. In London war der Rohölpreis binnen einer Woche von mehr als 32 Dollar auf unter 28 Dollar je Barrel gesunken - und lag damit so tief wie vor vier Monaten.