Benzinpreis-Umfrage Schmerzgrenze liegt bei 2,67 Mark
Hamburg - Der Mineralölkonzern Aral hat am Donnerstag die Spritpreise nochmals um rund zwei Pfennig pro Liter angehoben. Andere Anbieter werden nachziehen. Ein Liter Normalbenzin kostet bei Aral nun durchschnittlich 2,19 Mark pro Liter, Super rund 2,23 Mark und Super Plus rund 2,32 Mark. Der Dieselpreis steigt auf durchschnittlich 1,69 Mark.
Die Erhöhung ist die siebte innerhalb von dreieinhalb Wochen. Zuletzt hatten die Konzerne die Preise am vergangenen Donnerstag auf durchschnittlich 2,17 Mark erhöht.
Bevor die Deutschen ihre Autos stehen lassen, müssten die Preise jedoch noch sehr viel höher steigen. Die Schmerzgrenze liegt laut einer Forsa-Umfrage bei 2,67 Mark.
Die repräsentative Umfrage im Auftrag der "Bildwoche" ergab, dass die Toleranz für hohe Preise mit dem Alter steigt. So würden die unter 30-Jährigen bereits bei 2,47 Mark pro Liter nicht mehr Auto fahren, die 45- bis 59-Jährigen allerdings erst ab 2,94 Mark.
Mineralölkonzerne weisen jede Schuld von sich
Als Begründung für die hohen Benzinpreise nannten Sprecher von Aral und Esso erneut die gestiegenen Kosten auf den internationalen Benzinmärkten. Die hohe Nachfrage aus den USA treibe nach wie vor die Preise. Diese Teuerungen müssten zwangsläufig an die Verbraucher weitergegeben werden.
Am Dienstag verbilligte sich Normalbenzin in Rotterdam allerdings um sieben Dollar auf 348 Dollar je Tonne. Super kostete je Tonne 357 Dollar nach 364 Dollar am Montag.