Berater: Boston Consulting verliert seinen Deutschland-Chef - DER SPIEGEL
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Berater Boston Consulting verliert seinen Deutschland-Chef

Aufruhr in der deutschen Beraterbranche: Die Unternehmensberatung Boston Consulting bekommt wie der Konkurrent McKinsey einen neuen Deutschland-Chef. Der bisherige Amtsinhaber hat seinen Rücktritt erklärt: Er will Jüngere ranlassen.
Von Andreas Nölting
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Hamburg - Nur wenige Tage nachdem McKinsey-Deutschlandchef Jürgen Kluge, 53, seinen Rücktritt zum Jahresende erklärt hat, folgt nun der zweite Paukenschlag: Dieter Heuskel, 55, wird zum Ende des Jahres seine Position als Chef des deutschen Managementteams der Boston Consulting Group (BCG) abgeben. Diese Personalie bestätigte Heuskel am Freitag manager-magazin.de.

Heuskel steht seit 1998 an der Spitze von BCG-Deutschland und ist bereits dreimal in dieser Funktion wieder gewählt worden. Für eine vierte Amtsperiode wolle er sich nicht mehr zur Wahl stellen, sagte der Topberater und begründet seine Entscheidung auch mit seinem Alter: "Eine Partnerschaft wie BCG lebt davon, neue Impulse zu bekommen. Jetzt soll die jüngere Generation Neues anstoßen."

Diese Entscheidung habe er bereits vor einigen Wochen getroffen und habe nichts mit dem überraschenden Rückzug von McKinsey-Chef Kluge zu tun, sagte Heuskel im Gespräch mit manager-magazin.de: "Ich habe unsere 75 Partner in Deutschland schon im August über meine Pläne informiert."

Heuskel bleibt Mitglied im Executive Comittee, dem internationalen Führungsgremium um den deutschen BCG-Weltchef Hans-Paul Bürkner, 54, und will weiterhin bei Boston als Berater arbeiten. Sein Beratungsschwerpunkt bleibe in Deutschland. Über Heuskels Nachfolge will BCG bis zum Ende des Jahres entscheiden.

Unter Heuskels Ägide hat sich der Umsatz von BCG von 138 Millionen Euro (im Jahr 1997) auf 265 Millionen Euro in 2005 erhöht. Die Zahl der Berater stieg von 370 auf 616.

Mit Heuskel tritt ein Berater-Urgestein zurück. Heuskel hat exellente Beziehungen in die Vorstandsetagen der deutschen Großkonzerne. Er war einer der ersten Berater in Deutschland, die früh auf das Thema Wertmanagement gesetzt haben, sorgte sich allerdings immer wieder darüber, dass die exklusive Marke BCG unter dem Zweikampf mit McKinsey und dem Drang nach Größe leiden könne.

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