BerlinHyp Staatsanwälte durchsuchen Büros
Berlin - Ein Sprecher der BerlinHyp bestätigte, dass die Durchsuchung am Dienstagabend stattgefunden habe. Das Unternehmen Aubis hatte Mitte der 90er Jahre Kredite in Höhe von 600 Millionen Mark von der BerlinHyp erhalten, um damit 14.000 Plattenbauten zu kaufen und zu sanieren. Mit der in Berlin folgenden Krise am Immobilienmarkt geriet das Projekt jedoch in Schieflage.
Vorstandsvorsitzender der BerlinHyp war damals der Berliner CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Landowsky. Letzten Mittwoch musste Landowsky seinen Bankposten aufgeben: Wegen einer Parteispende der beiden Aubis-Chefs in Höhe von 40.000 Mark war er in die Kritik geraten. Einen Zusammenhang zwischen der Kreditvergabe und der Parteispende verneint Landowsky bis heute. Forderungen nach seinem Rücktritt von der CDU-Fraktionsspitze kam er bislang nicht nach.
Derzeit prüft das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen die Immobiliengeschäfte der Bankgesellschaft Berlin, zu der auch die BerlinHyp gehört. Ergebnisse liegen noch nicht vor. Im Zusammenhang mit der Prüfung haben aber bereits mehrere Vorstandsmitglieder der BerlinHyp und der ebenfalls zum Konzern gehörenden Landesbank Berlin ihre Ämter abgeben müssen.