Bertelsmann: Belgier sehen Alternativen zum Börsengang - DER SPIEGEL
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Bertelsmann Belgier sehen Alternativen zum Börsengang

Ein Börsengang könnte dem Bertelsmannkonzern möglicherweise doch noch erspart bleiben. GBL-Geschäftsführer Thierry de Rudder hat durchblicken lassen, dass er auch andere Lösungen akzeptieren würde, sofern die finanziellen Interessen des Großaktionärs gewahrt blieben.
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Hamburg - De Rudder bezeichnete den Börsengang in der "Financial Times Deutschland" zwar als "wahrscheinlich", ließ aber erkennen, dass er die Aktienplatzierung nicht als unausweichlich betrachtet, falls die Hauptaktionäre diese noch abwenden wollten. Der belgische Mischkonzern des Investors Albert Frere hatte am Freitag Bertelsmann mit der Ankündigung überrascht, man wolle ab Mai das Recht nutzen, den Börsengang zu erzwingen. Inzwischen äußert sich de Rudder etwas versöhnlicher: "Wir stehen noch am Anfang", sagte er der "FTD". "Wir haben jetzt erst einmal eine Grundsatzentscheidung gefällt. Den Rest sehen wir später." Eine Alternative könnte sein, dass die Haupteigner, die Mohn-Familie und die von ihr beeinflusste Bertelsmann Stiftung, das 25,1-Prozent-Paket von GBL zurückkaufen. Im GBL-Umfeld werde der Wert auf fünf Milliarden Euro taxiert, schreibt die Zeitung. Eine andere Möglichkeit wäre es, GBL neue Garantien anzubieten. Dieses Jahr läuft eine Regelung aus, die GBL eine Mindestdividende von 120 Millionen Euro gewährt.