INDEXAKTIEN Besser als Fonds?
Auch deutsche Anleger können seit vergangener Woche so genannte Indexaktien erwerben, die die Vorteile von Indexfonds mit denen von Aktien verbinden. Bei einem Indexfonds werden Indices nachgebildet, beispielsweise der Dax oder ein Korb von bestimmten Internet-Werten. Ein Indexfonds wird daher nicht aktiv gemanagt; er ist billiger, weil nur geringe Verwaltungskosten anfallen, und er weist meist eine höhere Wertsteigerung auf, weil es Fondsmanagern nur selten gelingt, einen Index dauerhaft zu übertreffen. Nachteil: Der Wert eines Fondsanteils wird nur einmal täglich festgestellt. Der Anleger kann nicht so schnell wie bei einer Aktie auf Kursveränderungen reagieren. Die Preise von Indexaktien hingegen werden laufend an der Börse notiert. Indexaktien wurden erstmals 1993 in den USA eingeführt - als Anteilscheine an dem 500 Aktien umfassenden Index Standard & Poor's. Inzwischen gibt es dort 30 Indexaktien. Bei dem neuen Marktsegment XTF (Exchange Traded Fund) der Börse Frankfurt werden vorerst nur Aktien auf die Indices Dow Jones Euro Stoxx 50 und Dow Jones Stoxx 50 notiert.