Bier-Stopp Warnstreik trifft Münchener Hofbräuhaus
München - Ein Streik trifft indirekt das weltberühmte Hofbräuhaus: In der zugehörigen Brauerei im Stadtteil München-Riem legten 70 Mitarbeiter nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für mehrere Stunden die Arbeit nieder. Es sei in dieser Zeit weder Bier abgefüllt, noch ausgeliefert worden.
Die Gewerkschaft verlangt für die rund zehntausend Beschäftigten im bayerischen Braugewerbe eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um sechs Prozent. Zudem wird eine Übernahme der Auszubildenden für zwölf Monate gefordert.
Bayerns NGG-Chef Hans Hartl sagte, das Arbeitgeberangebot liege bei 1,7 Prozent. "Das ist zum Sterben zu viel, aber zum Leben zu wenig bei den hohen Lebenshaltungskosten und Mieten in München", beklagte Hartl.
Seit Freitag wurden bereits das Allgäuer Brauhaus in Marktoberdorf und Leuterschach sowie die Münchener Brauereien Spaten, Franziskaner, Löwenbräu und Augustiner bestreikt. Auch in der Kulmbacher Brauerei und im Schweinfurter Brauhaus wurde am Montag die Arbeit niedergelegt. Für die nächsten Tage wurden weitere Warnstreiks angekündigt.