Bieterduell Commerzbank prüft Gebot für BHW
Die BHW-Eigentümer, die Gewerkschaftsholding BGAG und der Deutsche Beamtenbund, haben bereits vor Monaten bekundet, dass sie ihre Anteile verkaufen wollen. Noch haben die Eigentümer allerdings nicht entschieden, ob die Hamelner Bausparkasse BHW getrennt oder zusammen mit ihrer Tochter AHBR verkauft wird.
Die Verkaufsvorbereitungen sind bei der AHBR viel weiter als bei der BHW. Mit der Situation vertrauten Kreisen zufolge liegen für die AHBR bereits unverbindliche Angebote - auch von der Commerzbank - vor. Zudem seien die Bücher für einige potenzielle Käufer bereits geöffnet worden. Verbindliche Angebote sollten Mitte bis Ende August vorliegen.
Bücher für BHW noch geschlossen
Für die BHW gebe es den Kreisen zufolge bislang noch nicht einmal die so genannten Memos mit näheren Informationen zum Unternehmen. Die Bücher seien dementsprechend noch geschlossen.
Während für viele mögliche Interessenten die BHW auf Grund ihrer Vertriebsstärke attraktiv ist, gilt die AHBR, die in den vergangenen Jahren wegen fehlgeschlagener Zinsspekulationen immer wieder von ihren Eigentümern aufgefangen werden musste, als Sorgenkind des BHW-Konzerns. Für sie wird daher ein Angebot von Finanzinvestoren erwartet. Beispielsweise haben nach Angaben aus Finanzkreisen die US-Investoren George Soros und John Flowers grundsätzliches Interesse angemeldet.
Postbank hält bereits neun Prozent an BHW
Als Favorit für die BHW-Übernahme gilt unterdessen die Postbank , die bereits gut neun Prozent der Anteile hält. Zuletzt hatte es aus Finanzkreisen geheißen, die Postbank erwäge, sich zur Übernahme des zweitgrößten Baufinanzierers in Deutschland und dessen Tochter AHBR mit dem US-Finanzinvestor Cerberus zu verbünden.
Nach einer Übernahme würde die Bonner Postbank die Baufinanzierung und den Vertrieb von BHW behalten, während Cerberus die AHBR bekommen würde. Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann hatte immer wieder betont, das Risiko AHBR nicht auf den eigenen Büchern haben zu wollen.