Bieterschlacht: Inder kauft deutsche Pharma-Firma - DER SPIEGEL
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Bieterschlacht Inder kauft deutsche Pharma-Firma

Der Augsburger Generika-Hersteller Betapharm gehört jetzt einem Inder. Mehrere Unternehmen aus aller Welt hatten eifrig geboten, am Ende waren noch zwei indische Unternehmen im Rennen. Jetzt hat Dr. Reddy's den Zuschlag erhalten - für eine knappe halbe Milliarde Euro.
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Hamburg - Lange war spekuliert worden, wer den viertgrößten deutschen Generika-Produzenten übernehmen würde - der französisch-deutsche Pharmakonzern Sanofi-Aventis war ebenso interessiert wie das israelische Unternehmen Teva und die indischen Konzerne Ranbaxy und Dr. Reddy's. Letztere zwei boten bis zuletzt - gestern entschied Dr. Reddy's die Bieterschlacht für sich. Das Unternehmen habe eine Kaufvereinbarung mit dem britischen Betapharm-Eigentümer 3i unterzeichnet, teilte ein Sprecher von Geschäftsführer Satish Reddy heute mit. Der Kaufpreis betrage 480 Millionen Euro, das Dreifache des Betapharm-Umsatzes von 2004.

Damit endet ein monatelanges Tauziehen um den Einstieg in den deutschen Markt für patentschutzfreie Nachahmermedikamente. Betapharm, 1993 in Augsburg gegründet und erst im März 2004 für rund 300 Millionen Euro vom Finanzinvestor 3i übernommen, stellt so genannte Generika her. Das sind Arzneien, die nach dem Ende des Verwertungsschutzes eines Originalpräparates unter Verwendung der identischen Wirkstoffe hergestellt werden; meist werden sie preiswerter als das Original angeboten. Der deutsche Markt für Generika ist mit einem Umsatz von rund fünf Milliarden Euro der zweitgrößte der Welt und gilt daher als sehr attraktiv.

kaz/dpa-AFX/rtr