Bieterstreit: Hamburger Konsortium sticht NOL bei Hapag-Lloyd aus - DER SPIEGEL
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Bieterstreit Hamburger Konsortium sticht NOL bei Hapag-Lloyd aus

Überraschung im Bieterwettstreit um Hapag Lloyd: Laut einem Zeitungsbericht bietet das Hamburger Konsortium derzeit mehr für die deutsche Traditionsreederei als die Reederei NOL aus Singapur. Die könnte ihr Gebot jedoch noch erhöhen.
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Hamburg - Der Hamburger Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne hat offenbar alle Kräfte mobilisiert: Derzeit liegt das Hamburger Konsortium im Bieterstreit um die TUI-Reederei-Tochter Hapag-Lloyd vorn.

Der Rivale, die Reederei Neptune Orient Lines   (NOL) aus Singapur, bot nach Informationen der "Financial Times Deutschland" 3,5 Milliarden Euro. Die Offerte der Hamburger bewerte Hapag-Lloyd mit etwas mehr als vier Milliarden Euro, heißt es.

TUI   wolle voraussichtlich bis Mitte Oktober über den Verkauf der Reederei-Tochter entscheiden. Die NOL, die mehrheitlich dem Staatsfonds Temasek gehört, könne ihr Gebot bei möglichen Nachverhandlungen noch erhöhen.

Bislang überraschen die Gebote: Eigentlich hatte niemand daran gezweifelt, dass der reiche Stadtstaat mehr Geld bieten kann als das Hamburger Konsortium. Die Hamburger, die unter dem Namen Hamburgische Seefahrtsbeteiligung "Albert Ballin" um Hapag-Lloyd werben, haben den Erhalt Hapag-Lloyds als eigenständige Reederei mit Sitz in Hamburg als Ziel.

Die Hapag-Lloyd-Beschäftigten hoffen, dass die Hamburger den Zuschlag bekommen, TUI-Chef Michael Frenzel darf die Reederei aus Sicht der Aktionäre aber auf keinen Fall zu billig verkaufen.

cvk/dpa/ddp/AFP