Bieterstreit Hamburger Konsortium sticht NOL bei Hapag-Lloyd aus
Hamburg - Der Hamburger Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne hat offenbar alle Kräfte mobilisiert: Derzeit liegt das Hamburger Konsortium im Bieterstreit um die TUI-Reederei-Tochter Hapag-Lloyd vorn.
TUI wolle voraussichtlich bis Mitte Oktober über den Verkauf der Reederei-Tochter entscheiden. Die NOL, die mehrheitlich dem Staatsfonds Temasek gehört, könne ihr Gebot bei möglichen Nachverhandlungen noch erhöhen.
Bislang überraschen die Gebote: Eigentlich hatte niemand daran gezweifelt, dass der reiche Stadtstaat mehr Geld bieten kann als das Hamburger Konsortium. Die Hamburger, die unter dem Namen Hamburgische Seefahrtsbeteiligung "Albert Ballin" um Hapag-Lloyd werben, haben den Erhalt Hapag-Lloyds als eigenständige Reederei mit Sitz in Hamburg als Ziel.
Die Hapag-Lloyd-Beschäftigten hoffen, dass die Hamburger den Zuschlag bekommen, TUI-Chef Michael Frenzel darf die Reederei aus Sicht der Aktionäre aber auf keinen Fall zu billig verkaufen.
cvk/dpa/ddp/AFP