Bieterwettkampf: Knock-out für Boeing - DER SPIEGEL
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Bieterwettkampf Knock-out für Boeing

Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat am Donnerstag einen wichtigen Stich gegen den Erzkonkurrenten Boeing gemacht. Im Bieterkampf um einen Milliardenauftrag aus Südafrika blieben die Europäer Sieger.
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Johannesburg - Der Chef der South African Airways (SAA), Andre Viljoen, bezifferte den Listenpreis des Auftragsvolumens auf 3,5 Milliarden Dollar. Allerdings habe er mit Airbus einen beträchtlichen Preisnachlass ausgehandelt. Genaue Angaben dazu sowie der Zusammensetzung des Airbus-Angebots für die Flottenerneuerung machte er aber nicht.

Die neuen Flugzeuge seien kostengünstiger, verbrauchsärmer und damit umweltverträglicher als die alten und würden auch weniger Wartung beanspruchen. "Die neue Flotte wird uns Flexibilität beim Einsatz auf den meisten unserer Routen und Netzwerke sowie auch zehn Prozent mehr Sitzkapazität geben", sagte Viljoen in Johannesburg.

SAA will seine veralteten Langstreckenflugzeuge erneuern, die aus 14 Boeing-747-Jumbo-Jets besteht. Zur Auswahl standen der größten afrikanischen Fluggesellschaft neben Boeings Modell 777-200 die Airbus-Schwestertypen A330/340. Zuletzt wurden auch Angebote europäischer und amerikanischer Fluggesellschaften für relativ neue Gebrauchtflugzeuge untersucht. Südafrika gilt als strategischer Schlüsselmarkt für den Kontinent. Als treuer Boeing-Kunde hat SAA bisher ausschließlich Flugzeuge aus US-Fabrikation geflogen. Die Airbus A340-600 ist das bisher modernste und längste zivile Passagierflugzeug der Welt.