"Bilanz"-Ranking: Schwede ist reichster Schweizer - DER SPIEGEL
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"Bilanz"-Ranking Schwede ist reichster Schweizer

Auch an den 300 reichsten Schweizern geht die Wirtschaftskrise nicht spurlos vorbei, doch dem Vermögendsten von ihnen konnte der Abschwung offenbar nichts anhaben. Nach dem "Bilanz"-Ranking bleibt Ikea-Gründer Ingvar Kamprad unangefochten auf Platz eins - obwohl er Schwede ist.
Weihnachtseinkauf in Zürich: Die reichsten Schweizer sind 6,6 Milliarden Euro ärmer
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Foto: ARND WIEGMANN/ REUTERS
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Zürich - Ikea-Besitzer Ingvar Kamprad bleibt trotz Wirtschafts- und Finanzkrise der Reichste in der Schweiz. Das Vermögen Kamprads, der am Genfer See wohnt, wird von dem Wirtschaftsmagazin "Bilanz" auf bis zu 36 Milliarden Franken (fast 24 Milliarden Euro) geschätzt.

Am Reichsten der Reichsten scheint die Wirtschaftskrise damit spurlos vorbeigegangen zu sein - und das, obwohl die 300 Reichsten der Schweiz seit Dezember 2008 rund zehn Milliarden Franken (6,6 Milliarden Euro) verloren haben. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten Ranking hervor, das "Bilanz" alljährlich zum Jahresende zusammengestellt. Doch Mitleid braucht niemand zu haben: Zusammen kommen die Superreichen nach Ermittlungen der Zeitschrift immer noch auf stolze 449 Milliarden Franken Vermögen.

Nach dem Gründer des schwedischen Möbelunternehmens folgen auf dem zweiten Platz die Basler Familien Hoffmann und Oeri, die den Pharmakonzern Roche kontrollieren. Ihr Vermögen schätzt das Wirtschaftsmagazin auf bis zu 16 Milliarden Franken. Auf dem dritten Rang mit bis zu elf Milliarden Franken kommen die Familie von Biotech-Unternehmer und Segler Ernesto Bertarelli sowie die Brenninkmeijers, Besitzer der Kleiderladen-Kette C&A.

Geradezu bescheiden sieht es im Vergleich dazu mit dem Vermögen des "pensionierten" Formel-1-Piloten Michael Schumacher aus, der sich seit drei Jahren eine Luxusvilla in Gland an den Ufern des Genfer Sees baut. Er soll 850 Millionen Franken besitzen, 100 Millionen weniger als im Jahr zuvor. Schätzungsweise mehr als 35 Millionen Franken hat das riesige Anwesen mit Einrichtungen wie Sporthalle oder Fußballfeld gekostet.

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Reiche Schweizer: Milliarden mit Möbeln, Millionen mit Bleifuß

Foto: A1809 epa ansa Filippo Venezia/ dpa

Unter den Top Ten gab es prominente Abgänge: So schafften es die mit Baumaschinen reichgewordenen Liebherrs (etwa fünf Milliarden) oder der russischstämmige Düngemittel-König Dmitrij Rybolovlev (sechs Milliarden) nicht mehr unter die ersten Zehn. Neu dabei sind dafür mit jeweils bis zu sieben Milliarden Franken der AMAG-Autoimporteur Walter Haefner und der deutsche Transportunternehmer Klaus-Michael Kühne. Dagegen schmolzen die Vermögen der Reederfamilie Latsis und des russischen Investors Viktor Vekselberg um je drei Milliarden Franken.

ore/dpa