Bilanzfälschung 750 Millionen Dollar Strafe für WorldCom
New York - Das zuständige Gericht in Manhattan stimmte am Montag der Einigung zwischen WorldCom und der US-Börsenaufsicht SEC zu, nach der der Telekommunikationskonzern 750 Millionen Dollar (660 Millionen Euro) Strafe zahlen muss.
Ursprünglich hatten sich die beiden Parteien auf eine Zahlung von 500 Millionen Dollar geeinigt, in der vergangenen Woche aber die Summe erhöht. Die SEC hat dem zahlungsunfähigen Konzern vorgeworfen, die Bilanzen gefälscht und Verluste in Milliardenhöhe verschleiert zu haben. Knapp einen Monat nach Bekanntwerden des Bilanzskandals hatte WorldCom im Juli vergangenen Jahres Insolvenzantrag gestellt. Es war die größte Firmenpleite in der US-Geschichte.
Das Unternehmen, das im Telekom- und Internet-Boom der späten neunziger Jahre zu den aggressivsten und am schnellsten wachsenden Firmen gehörte, hofft, die Insolvenz bis zum Herbst abwickeln zu können. Die Firma will dann wieder den alten Namen MCI annehmen.