Bilanzmanipulation Ex-AIG-Chef droht 100-Millionen-Dollar-Strafe
New York - Auf Maurice R. Greenberg (83), ehemals Chef des amerikanischen Versicherungsriesen AIG , könnte eine Pönale von mindestens hundert Millionen Dollar zukommen. Die Summe sei Bestandteil von Verhandlungen über einen Vergleich mit der New Yorker Staatsanwaltschaft, die gegen Greenberg wegen des Vorwurfs der Bilanzmanipulation ermittele, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen.
Die Vergleichsverhandlungen könnten kommende Woche abgebrochen werden. Dann folgt eine eidesstattliche Aussage, mit der es kaum noch Aussichten auf eine außergerichtliche Einigung gibt.
Greenberg, der AIG über Jahrzehnte aufgebaut und geprägt hatte, musste 2005 im Zuge von Ermittlungen über Bilanzunregelmäßigkeiten gehen. Der Konzern zahlte im Jahr 2006 bereits 1,64 Milliarden Dollar in einem Vergleich mit den Behörden. Ein Teil der Vorwürfe gegen Greenberg blieb aber bestehen. Der Manager hatte sie stets zurückgewiesen.
Der US-Versicherungskonzern AIG war zuletzt massiv von der Finanzkrise betroffen. Das Unternehmen steckt tief in den roten Zahlen. Im zweiten Quartal verbuchte AIG mit einem Minus von 5,4 Milliarden Dollar den dritten hohen Verlust in Folge.
suc/dpa