Bilanzskandal Ex-AIG-Chef zahlt 15 Millionen Dollar
Washington/New York - Der ehemalige AIG-Chef Maurice Hank Greenberg hat sich mit der US-Börsenaufsicht SEC auf einen Vergleich in Höhe von 15 Millionen Dollar geeinigt.
Langjähriger AIG-Chef Greenberg: Ruf verteidigen
Foto: Spencer Platt/ Getty ImagesDie Securities and Exchange Commission (SEC) hatte dem mittlerweile 84-Jährigen Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung und Fehlinformation der Aktionäre zwischen 2000 und 2005 vorgeworfen. Auch der ehemalige Finanzvorstand Howard Smith einigte sich jetzt mit der SEC auf eine Zahlung von 1,5 Millionen Dollar.
Beide waren 2005 im Zuge des Bilanzskandals bei AIG ausgeschieden. Der SEC-Vereinbarung nach dürfen sie nun für einige Jahre nicht im Management börsennotierter Gesellschaften arbeiten.
Greenberg, der den Versicherungsriesen American International Group (AIG) knapp vier Jahrzehnte geleitet und zum Weltmarktführer gemacht hatte, betonte am Donnerstag, er räume mit dem Vergleich jedoch keinerlei Fehlverhalten ein.
Im März 2005 wurde er unter dem Druck des damaligen New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer aus dem Amt gedrängt. Eine Kooperation bei einer firmeninternen Prüfung hatte er abgelehnt. Seitdem hat er einen Großteil seiner Zeit damit verbracht, seinen Ruf zu verteidigen und gegen seine Nachfolger zu wettern.
Der New Yorker Versicherungskonzern AIG war durch riskante Kreditgeschäfte ins Schlingern geraten und musste mit staatlichen Hilfen über insgesamt 180 Milliarden Dollar vor dem Kollaps bewahrt werden.
In der ursprünglichen Version der Meldung hieß es, AIG-Finanzvorstand Howard Smith habe sich mit der SEC auf die Zahlung von 1,5 Milliarden Dollar geeinigt. Tatsächlich sind es aber nur 1,5 Millionen Dollar. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.