Bilanztricks MG-Chef Neukirchen in Erklärungsnot
Hamburg - Ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) lege den Verdacht nahe, dass Neukirchen und der Vorstand von MG Technologies (ehemals Metallgesellschaft) massiv gegen Bilanzierungsvorschriften verstoßen hat, berichtet das "manager magazin". Damit sei die wahre Lage des Unternehmens geschönt worden. Dem Bericht zufolge kommen die Bilanzexperten bei wichtigen Kennziffern des Frankfurter Mischkonzern zu Ergebnissen, die zum Teil drastisch von den offiziellen Angaben der MG abweichen.
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So beziffere PwC den Jahresüberschuss des vergangenen Geschäftsjahres (1999/2000) auf minus 142 Millionen Euro, die MG hatte dagegen ein Plus 192 Millionen Euro ausgewiesen.
PwC kommt dem Magazin zufolge zu dem Schluss, dass die von der MG veröffentlichten Zahlen die Ertragslage des Konzern "intransparent" und "unvollständig" darstellten. So könne das "tatsächliche Ausmaß der Verluste des Großanlagenbaus mehr als doppelt so hoch sein wie im Geschäftsbericht dargestellt". Der im Geschäftsjahr 1999/2000 nach amerikanischen Bilanzierungsregeln aufgestellte Konzernabschluss enthalte darüber hinaus auch "formale Mängel".
Das Gutachten von PricewaterhouseCoopers folgt einem Antrag auf Sonderprüfung, den MG-Großaktionär Otto Happel beim Frankfurter Amtsgericht eingereicht hat. Happel hält rund zehn Prozent der MG-Aktien.